Freitag, 3. September 2021
Sonntag, 11. Juli 2021
Zur Entwicklung in der kroatischen Wikipedia
Bericht der WMF (Wikimedia Foundation) über die HR.WP:
"[...] Die kroatische Wikipedia repräsentiert die kroatische Standardvarietät der serbokroatischen Sprache. Anders als andere plurizentrische Wikipedia-Sprachversionen - wie die englische, französische, deutsche und spanische -, wurde die Community der serbokroatischen Wikipedia in Kroatisch, Bosnisch, Serbisch und die ursprünglichen serbokroatischen Wikis mit Beginn im Jahr 2003 aufgeteilt. Der Bericht kommt zum Schluss, dass diese Struktur lokale Sprach-Communitys in die Lage versetzte, sich nach Standpunkten in den jeweiligen Projekten aufzuteilen, oft entlang der Linie politischer Parteien in den jeweiligen Regionen. Der Bericht erklärt weiterhin, dass dies dazu führte, dass den neu geschaffenen Communitys die redaktionelle Vielfältigkeit (diversity) vorenthalten wurde, die normalerweise den traditionell erfolgreichen Prozess der redaktionellen Konsensfindung in anderen plurizentrischen Sprachversionen leitet und stützt.
Die Evaluation kam zum Schluss, dass Hr.WP von ideologisch angetriebenen Nutzern dominiert wurde, die sich nicht an Wikipedias fünf Säulen orientieren, und hat damit die Sorgen bezüglich der Integrität des Projekts in der globalen Community bestätigt. Sein Review der Artikel in Hr.WP und communitybezogene Dokumentation enthüllt, dass eine Gruppe von Administratoren und Bearbeitern das Projekte de facto seit mehr als einem Jahrzehnt beherrschte. [...]"
Samstag, 13. April 2013
Digitale Wissensorganisation: "Schwarmintelligenz"
Mitschriftbrocken mit Kommentaren von mir:
Wikipedia hat sehr lange Artikel und Artikel zu Themen, die bisher nie in Enzyklopädien standen (z.B. Hauptfriedhof in Frankfurt).
Die Inhalte der Wikipedia sind "frei wie die Luft". Die Wikipedianer achten darauf, dass dies "Luft" nicht "verschmutzt" wird. (vgl. Wissensallmende)
Fontanefan: Immer wieder ist von 250 Sprachversionen die Rede. Dabei zählt dabei auch die altenglische Version mit und die Zulu-Version. Die altenglische ist m.E. fürs Hobby, die in Zulu ziemlich inhaltslos. Selbst meine Schein-Zulu-Beiträge darin wurden nicht gelöscht. (Ein Beweis für die Kümmerlichkeit des Inhalts) Trotzdem habe ich dort Artikel angelegt, um die Löschung dieser Wikipedia zu verhindern, weil ich immer noch darauf hoffe, dass sich irgendwann fähige muttersprachliche Bearbeiter finden.
Benutzer:Brackenheim: Zunächst wurden seine Einträge gelöscht, jetzt ist er einer der jüngsten Administratoren.
Fontanefan: Für mich wenig Neues, aber Lob der Wikipedia höre ich immer wieder gern, auch wenn es übertrieben ist. Was mir immer wieder Spaß macht, sind solche Artikel wie der.
Sehr bedauerlich - da möchte ich über die Aussage in der Sendung noch hinaus gehen -, dass die Wikipedia die Produktion anderer Enzyklopädien behindert, ja auf Dauer vermutlich jedes Konkurrenzangebot unterdrückt. Deswegen mache ich hier Werbung für Wikis, die in der Wikipedia gelöschte Artikel weiterhin bereitstellen.
In der deutschen Wikipedia nimmt die Zahl der Administratoren sogar ab. Neue Autoren sind daher hier weniger wichtig als neue Administratoren. In der englischen Wikipedia dagegen fehlen nicht so sehr Administratoren, sondern - trotz über vier Millionen Artikeln - vor allem Autoren. (Diesen Hinweis verdanke ich einer mündlichen Bemerkung von Aschmidt (vielleicht gebe ich sie aber unkorrekt wieder).
Zur Wikipedia sehr informativ ist das Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung:
Wikipedia
insbesondere:
Christian Pentzold:
Geschlossene Gesellschaft? Wikipedia zwischen Freiheit und Kontrolle
Sonntag, 6. November 2011
Kollabarationsskripte bei Open Courses und anderswo
Ein sehr offenes Skript für eine recht anspruchsvolle Gemeinschaftsarbeit hat CSpannagel für den Open Course opco11 entwickelt. Er nannte die Gemeinschaftsarbeit Festival und fasste unter diese Metapher, mehrere "Konzerte" zusammen:
- 1.3.1 Konzert 1: Symphonie der Bildungsstandards
- 1.3.2 Konzert 2: Duetto di integrazione
- 1.3.3 Konzert 3: Ein Fest der Volksmusik
- 1.3.4 Konzert 4: Gods of Rock'n'Roll
- 1.3.5 Konzert 5: Jazz Session mit Improvisation
- 1.3.6 Konzert 6: Heroes of Pop
Im zweiten um die Frage, ob Medienkompetenz (speziell ITG) in einem eigenen Fach gelernt werden sollte oder fächerintegrativ (Konzert (Probe und Aufführung)).
Im dritten ging es um Medienkunde für Senioren. Die fühlten sich durch die Metapher "Volksmusik" nicht ganz ernst genommen, arbeiteten aber vielleicht umso ernsthafter. (Konzert (Probe und Aufführung))
Viertens: Unter der Metapher "Gods" wurden die Lehrenden zusammengefasst (ich glaube, sie haben sich nicht beschwert), Sie diskutierten darüber, wie ihre Weiterbildung zu organisieren sei. (Konzert (Probe und Aufführung))
Fünftens: Braucht man Bildungsstandards oder ist offenes Lernen, wo der Lernende selbst festlegt, was er lernen will, nicht sinnvoller? (Konzert (Probe und Aufführung)) - Dazu auch: Diskussion auf dem Educamp über (Allgemein-)Bildung und Kompetenzen und Blog-Beitrag und Anja Lorenz: Weißt Du noch oder kannst Du nur?
Sechstens: Hier ging es um Trainer und Trainerinnen für Unternehmen, die dies als weiteres Thema eingebracht hatten. Dazu:
Man kann argumentieren, CSpannagel sei hier Eventmanager, Drehbuchautor und Regisseur aufgetreten. Jedenfalls hat er ein K-Skript verfasst.
Wegen des experimentellen Charakters hatte die Aufführung freilich durchaus passagenweise chaotische Züge.
Dass ein edupad nur eine beschränkte Nutzerzahl zulässt, sollte man zwar vor einer solchen Aufführung wissen. Aber angesichts der ca. 100 Jahre, die die Umstellung auf das Internet als Leitmedium dauern wird, war es ein sehr produktives Lernangebot, da es Gelegenheit zu vielen Fehlern gab. (Meine Beurteilung vom Juni 2011)
Wieso die Reaktion auf solche Experimente noch lange sehr geteilt sein wird, erläutert Peter Kruse in Wie die Netzwerke Wirtschaft und Gesellschaft revolutionieren (30 Min Video) (Dank an Sabine!).
Donnerstag, 3. November 2011
Knowledge Building in Wikipedia
Die Verbesserungen vom 3.11. stammen von nur zwei Personen.
Offenbar fühlt sich nicht jeder Student oder Blogger, der in der Wikipedia etwas Verbesserungswürdiges entdeckt, aufgefordert, es auch wirklich zu verbessern.
Hat sie denn schon Brockhauswürde? Das wäre schlecht, finde ich.
(Übrigens, einer der edits ist zwar nicht falsch, er widerspricht aber den Wikipediaregeln. Ich bin gespannt, wie lange der sich hält.)