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Sonntag, 5. November 2017

Funkkolleg Sicherheit

http://funkkolleg-sicherheit.de/themen/

Sicherheit vs Freiheit
  • Sendung
  • Zusatzmaterial
  • Oft wird im Fall einer Krise der „starke Staat“ beschworen. Bei Terrorwarnungen oder nach Attentaten scheinen plötzlich Kontrollen und Einschränkungen notwendig und gerechtfertigt, obwohl sie vorher strikt abgelehnt wurden. Wie sehen gute Sicherheitskonzepte aus? Werden demokratische Werte wie Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit davon berührt? Wann ist ein Staat wirklich stark?

Frühe Bindung – was Menschen sicher macht Autorin: Regina Oehler

  • Sendung
  • Zusatzmaterial
  • Menschen, die mit sicheren Bindungen auf wachsen, sind bei Belastungen stabiler, das weiß man dank langjähriger Forschung. Feinfühlige Eltern, die Signale ihres Kleinkindes ernst nehmen und verlässlich reagieren, tun ihrem Kind damit auch für sein späteres Leben einen wichtigen Dienst. Die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und die persönlichen und sozial vermittelten Ressourcen für Entwicklungen zu nutzen, das alles sind wichtige Faktoren, um sich sicher und stark zu fühlen. (Resilienz)

 Mut zum Risiko Autor: Christoph Scheffer

  • Sendung
  • Zusatzmaterial
  • Ein Leben ohne Risiko? Wäre wohl kaum erstrebenswert. Denn dann gäbe es so gut wie keinen Fortschritt. Risiken führen zu Entscheidungen, Entscheidungen münden in Handlungen. Die Menschheit wäre nicht so weit entwickelt, hätten sich unsere Vorfahren nicht aus ihren Höhlen heraus getraut. Allerdings: Sicherheitsvorkehrungen halfen ihnen dabei.
  • Wann schränkt unsere Vorsicht uns mehr ein als dass sie uns hilft? Achtsamkeit in Beziehungen ist wichtig. Aber Leben ist nicht absolut planbar. Mut und Neugier führen uns zuweilen in unsicheres Gelände. Auch das gilt: Unsicherheit ist normal – lernen wir sie auszuhalten!

Dienstag, 30. Mai 2017

FkSi Folge 25: Mut zum Risiko oder: wie viel Sicherheit uns die Freiheit gibt + Sicherheit und Cybercrime

Sicherheit und Cybercrime


25 Viel zu sicher – wir brauchen Mut zum Risiko


Sendedatum in hr-iNFO: Montag, 29.05.17, 20.35 Uhr
Wiederholungen: am folgenden Samstag, 11.35 Uhr und Sonntag, 8.35 Uhr, 14.35 Uhr und 20.35 Uhr
"Vor allem in den Lebensbereichen Arbeit und Freizeit sind die Veränderungen im Durchschnitt am deutlichsten. Dort sinkt die Bereitschaft, Risiken einzugehen, im Laufe des Lebens am stärksten. Auffällig ist, dass sich die Risikopräferenzen im sozialen Bereich mit dem Alter kaum verändern. Dies bestätigt auch ein studienbegleitendes Verhaltensexperiment. Es zeigt, dass sich die Bereitschaft, fremden Menschen zu vertrauen, mit dem Alter kaum verändert. „Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass im Vergleich zu den Bereichen Arbeit und Freizeit die Wichtigkeit des sozialen Lebensbereiches über die gesamte Lebensspanne gleich bleibt oder sogar mit dem Alter durch das Ausdünnen sozialer Netzwerke zunimmt“, sagt Erstautorin der Studie Anika Josef"

Notizen zur Mitschrift:
Welzer: Ca. 20% der Bevölkerung verschanzen sich hinter Vorurteilen. Da hilft Reden nicht, weil sie ihre Vorurteile für ihre Zwecke brauchen. 
Neue Diskussionen über Autoritarismus.
Welzer: Nur eine offene Gesellschaft bietet Sicherheit vor Übergriffen. 
US-Psychologe: Gegenwärtig leben wir im Durchschnitt in der sichersten Periode der Menschheit.
Der Prozentsatz derer, die eine natürlichen Todes sterben, ist so hoch noch nie. Welzer: Wir sind nicht der Willkür ausgeliefert.
Vielleicht müssen wir lernen, wie viel Sicherheit uns die Freiheit gibt.

Sonntag, 30. April 2017

Kritische Infrastrukturen - Lebensmittelversorgung

Funkkolleg Sicherheit Folge 22 Mittel zum Leben – wie sichern wir unsere Versorgung?

Sendedatum in hr-iNFO: Montag, 08.05.17, 20.35 Uhr
Wiederholungen: am folgenden Samstag, 11.35 Uhr und Sonntag, 8.35 Uhr, 14.35 Uhr und 20.35 Uhr
Funkkolleg Sicherheit Folge 21 

Kritische Infrastrukturen – wo Gesellschaften verletzlich sind Autor: Jan Eggers


Sendedatum in hr-iNFO: Montag, 24.04.17, 20.35 Uhr
Folgen des Zusammenbruchs eines Stromnetzes: u.a.: Versorger mit Energie wie z.B. Tankstellen haben fast nie Notstromaggregate. Apothekenlager nur über Computer erschließbar für Medikamentenausgabe. Sicherheitsreserven "wegoptimiert". Kritische Systeme müssen resilient gemacht werden. Es darf nicht alles zusammmenbrechen, Teilstrukturen müssen unabhängig sein. Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK); Handys können vom Zentralnetz unabhängig sein. Früher gab es im Zusammenhang mit dem Ost-West-Konflikt Katastrophenvorsorge, die aber 1990 aufgegeben wurde. 
Notfallvorräte: z.B. 2 l Wasser pro Tag und Person

"Kraftwerke, Wasserreservoirs, Telekommunikationszentren oder der Bundestag: Bedeutende Einrichtungen und Institutionen in Deutschland hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe im Blick. Es sind die „Kritischen Infrastrukturen“. Im Notfall ist die Sicherung von Grundfunktionen nämlich überlebenswichtig."

Materialien:

"Je größer die Infrastrukturen seien, desto größer sei das Risiko empfindlicher Sicherheitslücken, sagte Andrey Suvorov von Kaspersky Lab.
Das Unternehmen hat zu der Problematik eine weltweite Studie durchgeführt. Demnach sind aktuell über 220 000 Komponenten von industriellen Kontrollsystemen über das Netz weltweit verfügbar. 91,6 Prozent der Systeme nutzen unsicherer Internetverbindungsprotokolle, die Angreifer für Attacken oder der Möglichkeit der Fernsteuerung ausnutzen könnten. In den vergangenen fünf Jahren seien Schwachstellen innerhalb von Industrie-Komponenten um das zehnfache gestiegen.
Dass die Gefahr sehr real sei, hätten in den vergangenen Jahren mehrere Vorfälle gezeigt, hieß es. So hätten 2015 Cyber-Angreifer in der Ukraine mit einer Attacke auf ein Elektrizitätswerk rund die Hälfte der Haushalte in der Region vom Strom gekappt. Zuletzt waren Unbekannte laut eines Sicherheits-Reports des amerikanischen Telekom-Riesen Verizon vom März in die Systeme eines namentlich nicht genannten Wasserwerks gelangt und manipulierten dort die chemische Zusammensetzung des Leitungswassers." (https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/computer_nt/article156951358/Kaspersky-sieht-kritische-Infrastrukturen-in-Gefahr.html)


Auf den Informationsseiten des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) finden Sie u.a. Definitionen, Ansprechpartner, Aufgabenbereiche, Projekte sowie Publikationen zum Thema „Kritische Infrastrukturen“.

Sieh auch: Zur Privatisierung von Infrastruktur: Staat im Ausverkauf

Crassus gründete in Rom 70 v.Chr. eine private Feuerwehr: "Wenn es brannte, erschien Crassus am Ort des Geschehens und unterbreitete dem Besitzer des brennenden Gebäudes ein Angebot: War er bereit, sein Haus zu einem Bruchteil des angemessenen Preises zu verkaufen, schritten die Löschtruppen zur Tat. Wollte der Besitzer sein Haus nicht verkaufen, pfiff Crassus seine Feuerwehrsklaven zurück und ließ dem Feuer seinen Lauf. Dieses "Geschäftsmodell" ließ ihn zu einem der reichsten Römer seiner Zeit werden." (Hervorhebung von Fontanefan)