Mitschriftversuch:
Elektronische Spuren im Netz
Kriminalitätsmöglichkeiten:
Daten der Banken werden auf den eigenen Server umgeleitet (Man in the middle)
Überwachungsmöglichkeit/Kundenbeobachtung:
Clickstreamanalyse
12 Terabyte von Twitter täglich von Banken ausgewertet, abgeglichen mit Facebook, Kaufkraft in Stadtbezirken usw.
Aus Kauf- und Bezahlverhalten auf drohende Insolvenz geschlossen.
Versicherung Untersuchung von Kunden auf Empfänglichkeit für Angebote
Tägl. 1 Mrd Facebook-Updates, viele Millionen Twitternachrichten
Schufaprojekt zur Analyse wurde nach Protesten auf Eis gelegt, in USA ist so etwas schon lange üblich.
Fluglinie KLM beschenkt ihre Kunden mit auf ihr Twitterprodukt passenden Geschenken.
Facebook hat Überwachungssoftware, mit dem ein Pädophiler aufgedeckt wurde.
Beispiel: Druckertintenbestellung - "Sammelwut" der Geheimdienste 120 000 Verdachtswörter, z.B. afghanische Städtenamen
Auch medizinische Daten von beobachteten Personen werden ausgewertet. Fernmeldegeheimnis wird dafür außer Kraft gesetzt.
INDECT: EU-Forschungsprojekt. Vorläufig nur Algorithmen entwickelt, noch keine Vernetzung
TrapWire: U-Bahn, Kasinos in Las Vegas usw. überwacht
Gefahr, dass die Daten zur Erpressung verwendet werden.
Internet "das Medium, das unser Leben so sehr verändert hat wie keine andere Erfindung der letzten 100 Jahre".
Mein Kommentar:
Eine gelungene Zusammenstellung. Ich bin froh, dass ich manches mit Wikipedia verlinken konnte, da ich nicht übersehe, wie viel ich vom schriftlichen Material werde durchgehen können.
Persönlich bin ich der Meinung, dass gezielte Werbung an mir nicht allzu viel verloren hat; aber beeindruckt war ich doch, als ich eine Googlesuche nach Fontanefan mit der neutraleren Suche von DuckDuck verglich: Fontanefan. Es tut sich sozusagen ein neues Internet auf. Eine neutrale Suche interessiert sich nicht für meine Webseiten, sondern viel mehr für meine Kommentare auf wirklich wichtigen Webseiten. (Vergleichen Sie einmal eine Googlesuche zu einem Sie interessierenden Thema mit einer DuckDuck-Suche! Google findet nicht das Wichtigere, sondern das, was Sie für wichtiger halten. Wie viele Informationen über Sie benutzt es dabei? Wofür kann es sie noch verwenden?)
Dass Google Facebook nachmacht, sehe ich sehr kritisch.
Kurz zu alternativen sozialen Netzwerken.
Jo Bager schreibt in c't und Spiegel online:
"Es wäre hilfreich, wenn sich die verschiedenen alternativen Projekte enger zusammenschlössen und ihre Möglichkeiten besser publizierten. So könnten sie schneller eine kritische Masse an gemeinsamen Nutzern aufbauen, die es auch für weitere Surfer interessant macht, mal die angestammten Treffpunkte zu verlassen und was Neues auszuprobieren."
Persönlich bedaure ich, dass die prominenten Mitglieder der Piratenpartei sich mit ihrer Politik der Transparenz so viel Ärger eingehandelt haben (dazu: bzgl. Weisband). Aber für die unbedarfteren Netzaffinen halte ich es für ein wichtiges Beispiel.
Hier sind netzerfahrene und zum Teil hochbegabte politisch engagierte Internetnutzer in ihrem Optimismus über das Netz nach einigen Querelen und Shitstorms (im Netz und in den Medien) ziemlich enttäuscht worden. Das sollte weniger versierten Internetnutzern zu denken geben. Da wird das soziale Netzwerk Twitter, in dem jemand unbedacht eine ironische Formulierung gebraucht hat, plötzlich zum Nachrichtendienst, mit dem er etwas verlautbart hat, was als völlig unironisch verstanden wird.
J. Robes: Funkkolleg Daily, 24.11.12
C. Bremer: Aktivitäten rund ums Funkkolleg, 24.11.12
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Samstag, 24. November 2012
Samstag, 10. November 2012
Während der Kollegstunde "Soziale Netzwerke" in Twitter gelesen
Aus meiner Mitschrift:
US-Student: „Wichtige Nachrichten werden mich finden.“
weiter in der Mitschrift:
Schwache Bindungen helfen bei der Verbesserung der beruflichen Karriere.
Netzwerke helfen dazu, die schwachen Bindungen über 150 hinaus auszuweiten. (Das persönliche Gedächtnis schafft nicht mehr.)
Referate über Billiglohnarbeiter in Kanada. Zusammenarbeit nur über Facebook geplant, ohne Treffen.
Soziale Filterblase (filter bubble): Nur Nachrichten aus dem eigenen Umfeld. - Abgelöste Netzwerke: z.B. studiVZ
(Eine ausführlichere Mitschrift liefert Simon Dueckert.)
Als ich den Hinweis auf diesen meinen Blogbeitrag twittere, holt mich meine Filterblase ein und ich lese über die Vorbereitung eines Open Course über open courses.
Wieso gehört Ulrich Winchenbach zu meinem sozialen Netzwerk? Ich habe an einem offenen Internetkurs teilgenommen, in dessen Anschluss eine Veranstaltung in Stuttgart beim MFG stattfand. Bei dieser Gelegenheit habe ich U. Winchenbach kennengelernt und beschlossen, ihm bei Twitter zu folgen.
Übrigens, zwei der Veranstalterinnen des Open Course über open courses (Dörte Giebel, am ils, und Monika E. König, auch Bloggerin) kenne ich ebenfalls von diesem Kurs. Doch von diesem Kurs habe ich auch über Twitter gehört (bzw. gelesen). Der Anlass war freilich, dass ich eine E-Mail erhielt, dass ich einen neuen Follower bei Twitter hätte. (Das Weitere ist hier nachzulesen.)
Irgendwie hatte also auch die Nachricht über diesen Kurs "mich gefunden". Die Nachricht, dass es ein fkmedien gibt, erfuhr ich übrigens über diesen Blogbeitrag.
Der Hinweis auf Links ist übrigens typisch für Twitter. Für meine Blogs offenbar auch.
Ein digital native bin ich übrigens nicht:
Alternativen zu Facebook
US-Student: „Wichtige Nachrichten werden mich finden.“
Diese Nachrichten haben mich bei Twitter über einen Retweet von Winchenbach gefunden:
http://www.neues-deutschland.de/artikel/803919.protest-gegen-s21-stuttgarter-rathaus-besetzt.html
Gespräche im Stuttgarter Rathaus
Gespräche im Stuttgarter Rathaus
Schwache Bindungen helfen bei der Verbesserung der beruflichen Karriere.
Netzwerke helfen dazu, die schwachen Bindungen über 150 hinaus auszuweiten. (Das persönliche Gedächtnis schafft nicht mehr.)
Referate über Billiglohnarbeiter in Kanada. Zusammenarbeit nur über Facebook geplant, ohne Treffen.
Soziale Filterblase (filter bubble): Nur Nachrichten aus dem eigenen Umfeld. - Abgelöste Netzwerke: z.B. studiVZ
(Eine ausführlichere Mitschrift liefert Simon Dueckert.)
Als ich den Hinweis auf diesen meinen Blogbeitrag twittere, holt mich meine Filterblase ein und ich lese über die Vorbereitung eines Open Course über open courses.
Wieso gehört Ulrich Winchenbach zu meinem sozialen Netzwerk? Ich habe an einem offenen Internetkurs teilgenommen, in dessen Anschluss eine Veranstaltung in Stuttgart beim MFG stattfand. Bei dieser Gelegenheit habe ich U. Winchenbach kennengelernt und beschlossen, ihm bei Twitter zu folgen.
Übrigens, zwei der Veranstalterinnen des Open Course über open courses (Dörte Giebel, am ils, und Monika E. König, auch Bloggerin) kenne ich ebenfalls von diesem Kurs. Doch von diesem Kurs habe ich auch über Twitter gehört (bzw. gelesen). Der Anlass war freilich, dass ich eine E-Mail erhielt, dass ich einen neuen Follower bei Twitter hätte. (Das Weitere ist hier nachzulesen.)
Irgendwie hatte also auch die Nachricht über diesen Kurs "mich gefunden". Die Nachricht, dass es ein fkmedien gibt, erfuhr ich übrigens über diesen Blogbeitrag.
Der Hinweis auf Links ist übrigens typisch für Twitter. Für meine Blogs offenbar auch.
Ein digital native bin ich übrigens nicht:
"Macht euch die Menschen untertan!" sagen die Rüstung und die Computer. Aber noch können wir uns wehren, wenn wir es wollen.habe ich 1987 geschrieben (in den beiden letzten Zeilen des Textes). Und dabei bleibe ich auch.
Alternativen zu Facebook
Mittwoch, 30. November 2011
Kann eine 'Community of knowledge' das Börsengeschehen beeinflussen?
Markus Birkenkrahe, Professor für Wirtschaftsinformatik in Berlin, sieht sich in der New York Times zitiert. Der Grund, er meint, Internet Communitys könnten das Börsengeschehen beeinflussen:
If an activity is meaningful to a community, it can use social media to build information, momentum and relationships much, much faster than ever before. That these tools are related to “community” (a wider group with common interests) rather than “friendship” can be gathered from the many facebook pages that are dedicated to a cause. (Social Media Are Growing Up)Mir scheint interessant, dass hier knowledge building durch eine Community aufgrund ihrer weltweiten Vernetzbarkeit innerhalb des Internets sehr reale wirtschaftliche Folgen zugeschrieben werden.
Labels:
#ocwl11,
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Soziale Netzwerke
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