Montag, 16. April 2012
opco12 - Jetzt geht's los
Hinweise auf die Möglichkeiten des ersten Tages im opco12-Blog
Sonntag, 25. März 2012
ZUM-Wiki-Seminar 2012
Organisationsseite mit Tagesordnung, Fotos und Twitterberichten
Laufende Berichte vom Seminar
Ralfs Mitschrift im DSD-Wiki
Mitschrift von cspannagel
Berichte:
Christian über seine Arbeit im Wiki der Freien Schule LernZeitRäume
Dabei ging es unter anderem darum, ob man Schreibfehler von Grundschülern ins Internet stellen dürfe.
Wenn man Seiten wie Häresie und Ketzer sieht, von der mit wahrem Hang zur Vollständigkeit ausgebauten Seite Folter zu schweigen, wird man sich wohl eher über die Vorliebe für den Buchstaben 'n' amüsieren als entsetzt sein.
Trickreich waren die Schüler auch bei ihrer Recherche, bei der sie z.B. auch die Seite Gute Frage nutzten.
Mehr dazu auf CSpannagels Blog, vielleicht will man ja auch am Donnerstagabend um 20:00 Uhr bei Dossenheim zur Kreidezeit hineinhören.
Nadine berichtete zunächst (der zweite Bericht folgt weiter unten) über ihre Arbeit mit 24 Grundschulklassen des 4. Jahrgangs.
Dabei geht es um die Frage, wie sich Textproduktion von Grundschülern online und offline unterscheiden.
Da das Wiki dazu geschlossen ist (und zusätzlich strikt anonymisiert), können hier keine Beispiele angeführt werden.
Zu den Aufgabenarten:
Argumentation zu dem Thema "Wohin soll unser Ausflug gehen?"
Beschreibung eines Zimmers mit Kontrolle der Verständlichkeit
Dabei bastelten die Kinder ein Zimmer, beschrieben es für Kinder einer anderen Schule, die ihrerseits das Zimmer aufgrund der Beschreibung nachbauten. Nachher wurden die Zimmer verglichen und überlegt, wodurch die Unterschiede entstanden waren.
Mandy berichtete über ihre Arbeit im Ethikkurs und darüber, wie sie bei Fortbildungen in die Arbeit mit Wikis einführt. (für mich leider zu kurz)
Maria berichtete über Digilern in München. Hier setze ich vorerst nur den Link auf meinen Post zu der Tagung. Dazu: Stellungnahmen von Politikern und Prominenten aus der Bildungsszene zu Digilern
Birgit berichtete über Fortbildungen zu GeoGebra in Rheinland-Pfalz.
Ralf berichtete über seine Webinare zur Arbeit mit dem Wiki.
Kees deutete an, wie sich Verbandsarbeit auf Gesetzestexte auswirkt und wie die sich im Wiki widerspiegelt.
Zu einzelnen Projekten u.a. Lesen ohne Grenzen
Rudi wies darauf hin, dass es zu GeoGebra jetzt auch eine Exportfunktion in MediaWiki gibt. Außerdem stellte er kurz seine Aufgaben zum Mathematikunterricht und seine dazu entwickelte Klassifizierung vor. An diesem Punkt wurde festgestellt, dass eine Vereinheitlichung der Kategorien wünschenswert sei.
Nadja berichtete, dass sie schon lange mit Adobe Connect arbeitet (Anleitung zur Arbeit mit Adobe Connect, Adobe Connect mobile, Beispiel für eine Sitzung - anlässlich von ocwl11). Die Vorzüge und Nachteile dieses Werkzeugs wurden besprochen.
Nadine gab einen zweiten Bericht und zwar zu ihrem Projekt Bildung macht Schule, bei dem eine Reihe von Schulen aus Osteuropa zusammenarbeiteten. (Gelungene und weniger gelungene Beispiele in bunter Folge: 1, 2, 3). Hier war das Problem, dass den Gruppen zu spät klar war, dass die Ergebnisse in einem Wiki präsentiert werden sollten. Außerdem ist eine Erfahrung [Hinweis aus dem Teilnehmerkreis des Seminars], dass online-Phasen eines Seminars nach einem Treffen oft weniger fruchtbar sind, weil über der einsetzenden Arbeitsbelastung die Zeit für die Weiterarbeit fehlt und nicht selten auch die Motivation stark nachlässt.
Einzelfragen:
Vorlagen (Liste aller Vorlagen)
Kategorien (Liste aller Kategorien) Beispiel für Probleme: Parallelogramm, Parallelogramme, Parallelogramm-Eigenschaften
Datenschutz in Wikis
Tipps für Formulare bei der Wiki-Arbeit: Wiki-Abmachung und Wiki-Anmeldebogen
Zusammenarbeit der Wikis der Family untereinender und mit dem ZUM-Wiki
Point to fix
Conceptboard
Pchart4mw
Laufende Berichte vom Seminar
Ralfs Mitschrift im DSD-Wiki
Mitschrift von cspannagel
Berichte:
Christian über seine Arbeit im Wiki der Freien Schule LernZeitRäume
Dabei ging es unter anderem darum, ob man Schreibfehler von Grundschülern ins Internet stellen dürfe.
Wenn man Seiten wie Häresie und Ketzer sieht, von der mit wahrem Hang zur Vollständigkeit ausgebauten Seite Folter zu schweigen, wird man sich wohl eher über die Vorliebe für den Buchstaben 'n' amüsieren als entsetzt sein.
Trickreich waren die Schüler auch bei ihrer Recherche, bei der sie z.B. auch die Seite Gute Frage nutzten.
Mehr dazu auf CSpannagels Blog, vielleicht will man ja auch am Donnerstagabend um 20:00 Uhr bei Dossenheim zur Kreidezeit hineinhören.
Nadine berichtete zunächst (der zweite Bericht folgt weiter unten) über ihre Arbeit mit 24 Grundschulklassen des 4. Jahrgangs.
Dabei geht es um die Frage, wie sich Textproduktion von Grundschülern online und offline unterscheiden.
Da das Wiki dazu geschlossen ist (und zusätzlich strikt anonymisiert), können hier keine Beispiele angeführt werden.
Zu den Aufgabenarten:
Argumentation zu dem Thema "Wohin soll unser Ausflug gehen?"
Beschreibung eines Zimmers mit Kontrolle der Verständlichkeit
Dabei bastelten die Kinder ein Zimmer, beschrieben es für Kinder einer anderen Schule, die ihrerseits das Zimmer aufgrund der Beschreibung nachbauten. Nachher wurden die Zimmer verglichen und überlegt, wodurch die Unterschiede entstanden waren.
Mandy berichtete über ihre Arbeit im Ethikkurs und darüber, wie sie bei Fortbildungen in die Arbeit mit Wikis einführt. (für mich leider zu kurz)
Maria berichtete über Digilern in München. Hier setze ich vorerst nur den Link auf meinen Post zu der Tagung. Dazu: Stellungnahmen von Politikern und Prominenten aus der Bildungsszene zu Digilern
Birgit berichtete über Fortbildungen zu GeoGebra in Rheinland-Pfalz.
Ralf berichtete über seine Webinare zur Arbeit mit dem Wiki.
Kees deutete an, wie sich Verbandsarbeit auf Gesetzestexte auswirkt und wie die sich im Wiki widerspiegelt.
Zu einzelnen Projekten u.a. Lesen ohne Grenzen
Rudi wies darauf hin, dass es zu GeoGebra jetzt auch eine Exportfunktion in MediaWiki gibt. Außerdem stellte er kurz seine Aufgaben zum Mathematikunterricht und seine dazu entwickelte Klassifizierung vor. An diesem Punkt wurde festgestellt, dass eine Vereinheitlichung der Kategorien wünschenswert sei.
Nadja berichtete, dass sie schon lange mit Adobe Connect arbeitet (Anleitung zur Arbeit mit Adobe Connect, Adobe Connect mobile, Beispiel für eine Sitzung - anlässlich von ocwl11). Die Vorzüge und Nachteile dieses Werkzeugs wurden besprochen.
Nadine gab einen zweiten Bericht und zwar zu ihrem Projekt Bildung macht Schule, bei dem eine Reihe von Schulen aus Osteuropa zusammenarbeiteten. (Gelungene und weniger gelungene Beispiele in bunter Folge: 1, 2, 3). Hier war das Problem, dass den Gruppen zu spät klar war, dass die Ergebnisse in einem Wiki präsentiert werden sollten. Außerdem ist eine Erfahrung [Hinweis aus dem Teilnehmerkreis des Seminars], dass online-Phasen eines Seminars nach einem Treffen oft weniger fruchtbar sind, weil über der einsetzenden Arbeitsbelastung die Zeit für die Weiterarbeit fehlt und nicht selten auch die Motivation stark nachlässt.
Einzelfragen:
Vorlagen (Liste aller Vorlagen)
Kategorien (Liste aller Kategorien) Beispiel für Probleme: Parallelogramm, Parallelogramme, Parallelogramm-Eigenschaften
Datenschutz in Wikis
Tipps für Formulare bei der Wiki-Arbeit: Wiki-Abmachung und Wiki-Anmeldebogen
Zusammenarbeit der Wikis der Family untereinender und mit dem ZUM-Wiki
Point to fix
Conceptboard
Pchart4mw
Sonntag, 18. März 2012
Grundfragen des multimedialen Lehrens und Lernens
Grundfragen des multimedialen Lehrens und Lernens Tagung 2012
Tagungen gibt es seit 2003. Schon wieder etwas, was ich lange nicht im Blick gehabt habe.
Aber das gilt ja auch für Jean Paul, und den hätte ich theoretisch schon länger intensiv studieren können.
Zwar gibt es manch tragisches Zu spät. Aber im Bildungsbereich gibt es das selten.
Goethe hat sich China absichtlich für sein 8. Lebensjahrzehnt aufgehoben. - Jedenfalls hat er das behauptet.
Tagungen gibt es seit 2003. Schon wieder etwas, was ich lange nicht im Blick gehabt habe.
Aber das gilt ja auch für Jean Paul, und den hätte ich theoretisch schon länger intensiv studieren können.
Zwar gibt es manch tragisches Zu spät. Aber im Bildungsbereich gibt es das selten.
Goethe hat sich China absichtlich für sein 8. Lebensjahrzehnt aufgehoben. - Jedenfalls hat er das behauptet.
Labels:
computervermitteltes Lernen,
Lernen 2.0.
Samstag, 17. März 2012
Was ist ein EduCamp? - Berichte und Materialien vom Kölner EduCamp
Erst einmal soll's nicht die Wikipedia sein, sondern ein Kurzmutmachvideo, wie es die Lehrer vor dem ersten Tag der digilern in München hätten gesehen haben sollen, wenn man Thomas Bernhardt glaubt.
Berichterstattung zum Kölner EduCamp Linkliste
Themen beim Kölner EduCamp
Eine Session die ich interessant finde:
ittnerfa: Medien, Wissen und Lernen und seine entsprechenden Texte bei Wkiversity
Vom Kölner EduCamp (jetzt doch mal die Wikipedia) wird hier getwittert.
Hier Berichte über Sessions.
Erläuterung zum Format verbunden mit Bericht über Teilnehmerreaktionen vom Deutschlandfunk (19.3.12)
Da das erste deutsche Educamp in Ilmenau stattgefunden hat, wird nach dem 9. in Köln das 10. für Ilmenau geplant.
Wenn man jetzt neugierig auf EduCamps ist: Bei mixxt gibt's Informationen satt.
Berichterstattung zum Kölner EduCamp Linkliste
Themen beim Kölner EduCamp
Eine Session die ich interessant finde:
ittnerfa: Medien, Wissen und Lernen und seine entsprechenden Texte bei Wkiversity
Vom Kölner EduCamp (jetzt doch mal die Wikipedia) wird hier getwittert.
Hier Berichte über Sessions.
Erläuterung zum Format verbunden mit Bericht über Teilnehmerreaktionen vom Deutschlandfunk (19.3.12)
Da das erste deutsche Educamp in Ilmenau stattgefunden hat, wird nach dem 9. in Köln das 10. für Ilmenau geplant.
Wenn man jetzt neugierig auf EduCamps ist: Bei mixxt gibt's Informationen satt.
Samstag, 10. März 2012
digilern
Kongress zum Lernen mit digitalen Medien (8.-10.3. in München) anlässlich des Tags des digitalen Lernens
Dokumentation von digilern
Videos von digilern u.a. Podiumsdiskussion in kleinen Stücken und Schülervideos zur Zukunft des Lernens
Bericht von Kubiwahn
Bericht von Herrn Rau
Bericht von Gabi Reinmann
ihr Vortrag
Tweets zu digilern
digilern im ZUM-Wiki
Karl Kirst über digilern 2012
Ich war nicht dabei, hoffe aber, manche Anwesende bald in Frankfurt zu treffen.
Dokumentation von digilern
Videos von digilern u.a. Podiumsdiskussion in kleinen Stücken und Schülervideos zur Zukunft des Lernens
Bericht von Kubiwahn
Bericht von Herrn Rau
Bericht von Gabi Reinmann
ihr Vortrag
Tweets zu digilern
digilern im ZUM-Wiki
Karl Kirst über digilern 2012
Ich war nicht dabei, hoffe aber, manche Anwesende bald in Frankfurt zu treffen.
Labels:
computervermitteltes Lernen,
digilern,
Lernen 2.0.
Mittwoch, 8. Februar 2012
Auf ocwl11 folgt opco12
opco12- Oder habe ich da etwas übersehen?
Nachtrag vom 15.4.12:
Der Horizon-Bericht (deutsch) (pdf)
Der Horizon-Bericht (englisch) (pdf)
Nachtrag vom 15.4.12:
Der Horizon-Bericht (deutsch) (pdf)
Der Horizon-Bericht (englisch) (pdf)
Freitag, 3. Februar 2012
Für die, die am Open Course Gefallen gefunden haben, ein Hinweis
Bildung für die Welt – ein Aufruf
Revolutioniert digitale Technologie das Lernen? Diese Diskussion hat durch die Veröffentlichung von Apples Plan, akademische Lehrbücher auf dem iPad2 verfügbar zu machen, neuen Zündstoff erhalten. Dabei wird oft übersehen, welch revolutionäre Entwicklungen außerhalb von Apples Welt strangulierender Lizenzen und einzigartiger, aber teurer Hardware ablaufen.
Das neue iTunes U ist kein Durchbruch. Die Inhalte dort sind weder interaktiv noch sozial. Bildungsvordenker David Wiley hat recht, wenn er sagt: „Bräuchte man keine soziale Interaktion und andere Menschen, um die eigenen Fragen beantwortet zu bekommen – nie hätte sich aus der Bibliothek die Universität entwickelt.“
Klar ist: Die althergebrachte Universitätsvorlesung ist keineswegs die ideale Möglichkeit, Studierenden etwas beizubringen – das geht heutzutage weitaus effektiver. Aber wohin geht die Reise? Wir brauchen jedenfalls mehr als den reinen Zugang zu Lernmaterialien. Wir müssen Gemeinschaften um akademische Inhalte herum bauen!
Stanford-Professor auf dem Weg zu neuen Ufern
Ein beeindruckendes Beispiel für den effektiven Einsatz von Technologie für universitäre Lehre hat Professor Sebastian Thrun mit seiner Vorlesung über Künstliche Intelligenz (KI) geliefert. Der Deutsche, der in Stanford lehrt, öffnete seine Vorlesung per Videoaufzeichnung Hörern in der ganzen Welt. Als im August 2011 die New York Times darüber berichtete, hatte seine Lehrveranstaltung noch 58.000 Hörer. Anfang Oktober waren es dann bereits über 130.000.
Bei der Digital Life Design Konferenz 2012 in München berichtete Thrun packend von der einzigartigen Dynamik: „Wir verbrachten nächtelang damit, uns auf Video aufzuzeichnen – und damit, mit Zehntausenden Studierenden zu sprechen. Freiwillige übersetzten unsere Vorlesungen in über 40 Sprachen; am Ende haben 23.000 Menschen aus 190 Ländern den Kurs komplett durchlaufen. Das bedeutet nichts anderes, als dass Peter [Norvig] und ich mehr Studierende in KI unterrichtet haben als alle KI-Professoren der Welt zusammen.“
Seine Schlussfolgerung: „Ich habe das unglaubliche Potential von Bildung und Lehre erkannt. Es gibt kein Zurück. Es ist wie eine Droge. Ich werde nie wieder nur 200 Studenten in einem Hörsaal unterrichten können.“ Dass einer seiner Studenten in Afghanistan sich während der Hausaufgaben vor Mörsergranaten verstecken muss, jagt einem kalte Schauer über den Rücken – und lässt einen verstehen, warum Thrun beschloss, seine Professur in Stanford aufzugeben, um sich vollständig darauf zu konzentrieren, diese neue Form von Open Courses anzubieten. Das Beispiel Salman Khan zeigt, wie eine einzelne Person sogar Millionen von Menschen unterrichten kann – nur mit einer Webcam und einem digitalen Notizblock.
Ohne Digitale Lehrformate geht es nicht
In Ländern wie Indien haben nur fünf Prozent der Bevölkerung überhaupt Zugang zu Hochschulbildung. Wiley betont, dass die Verwendung von Technologie hier schlichtweg unumgänglich ist, da „die Zahl der Menschen, die Zugang zu Hochschulbildung verlangen, sich verdoppeln wird. Allein in Indien bedeutete das 2400 Hochschulen innerhalb der kommenden 25 Jahre.“ Eine neue Universität alle 14 Tage – während es durchaus möglich scheint, die Gebäude zu errichten – wer bitte soll dort lehren?
Ohne Peer-to-peer-Lehre und Benotung wird es nicht funktionieren, den Bedarf zu decken. Shai Reshef, der Gründer der University of the Pople, verkündete kürzlich: The Tragedy of Those Shut Out of Higher Education: It Needn't be Anymore. Für die von ihm gegründete, vollständig virtuelle Universität berichtet er von „Zufriedenheitsraten unter den Studierenden von über 90%“.
Entwicklungshilfe in der globalen Wissensgesellschaft – Helfen Sie mit!
In seinem TED-Vortrag berichtete Sugata Mitra über die ‚Granny Cloud’: britische Rentnerinnen, die per Skype indischen Kindern Englisch beibringen. Dies ist die Entwicklungshilfe der globalen Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts!
Wir von iversity haben deswegen beschlossen, nach diesem Vorbild eine Academic Cloud ins Leben zu rufen. Wir rufen Lehrende auf, sich bei uns zu melden, wenn auch sie offene Kurse unterrichten wollen.
Melden Sie sich einfach hier an: http://www.iversity.org/ opencourses/signup
Lassen Sie uns Ihnen dabei helfen, Ihre Vorlesungen und Seminare für Interessierte in aller Welt zu öffnen: dies wäre ein bedeutender Sprung dahin, das Recht auf Bildung als Menschenrecht zu verwirklichen.
--
Hannes Klöpper, MPA
Managing Director
www.iversity.org
Revolutioniert digitale Technologie das Lernen? Diese Diskussion hat durch die Veröffentlichung von Apples Plan, akademische Lehrbücher auf dem iPad2 verfügbar zu machen, neuen Zündstoff erhalten. Dabei wird oft übersehen, welch revolutionäre Entwicklungen außerhalb von Apples Welt strangulierender Lizenzen und einzigartiger, aber teurer Hardware ablaufen.
Das neue iTunes U ist kein Durchbruch. Die Inhalte dort sind weder interaktiv noch sozial. Bildungsvordenker David Wiley hat recht, wenn er sagt: „Bräuchte man keine soziale Interaktion und andere Menschen, um die eigenen Fragen beantwortet zu bekommen – nie hätte sich aus der Bibliothek die Universität entwickelt.“
Klar ist: Die althergebrachte Universitätsvorlesung ist keineswegs die ideale Möglichkeit, Studierenden etwas beizubringen – das geht heutzutage weitaus effektiver. Aber wohin geht die Reise? Wir brauchen jedenfalls mehr als den reinen Zugang zu Lernmaterialien. Wir müssen Gemeinschaften um akademische Inhalte herum bauen!
Stanford-Professor auf dem Weg zu neuen Ufern
Ein beeindruckendes Beispiel für den effektiven Einsatz von Technologie für universitäre Lehre hat Professor Sebastian Thrun mit seiner Vorlesung über Künstliche Intelligenz (KI) geliefert. Der Deutsche, der in Stanford lehrt, öffnete seine Vorlesung per Videoaufzeichnung Hörern in der ganzen Welt. Als im August 2011 die New York Times darüber berichtete, hatte seine Lehrveranstaltung noch 58.000 Hörer. Anfang Oktober waren es dann bereits über 130.000.
Bei der Digital Life Design Konferenz 2012 in München berichtete Thrun packend von der einzigartigen Dynamik: „Wir verbrachten nächtelang damit, uns auf Video aufzuzeichnen – und damit, mit Zehntausenden Studierenden zu sprechen. Freiwillige übersetzten unsere Vorlesungen in über 40 Sprachen; am Ende haben 23.000 Menschen aus 190 Ländern den Kurs komplett durchlaufen. Das bedeutet nichts anderes, als dass Peter [Norvig] und ich mehr Studierende in KI unterrichtet haben als alle KI-Professoren der Welt zusammen.“
Seine Schlussfolgerung: „Ich habe das unglaubliche Potential von Bildung und Lehre erkannt. Es gibt kein Zurück. Es ist wie eine Droge. Ich werde nie wieder nur 200 Studenten in einem Hörsaal unterrichten können.“ Dass einer seiner Studenten in Afghanistan sich während der Hausaufgaben vor Mörsergranaten verstecken muss, jagt einem kalte Schauer über den Rücken – und lässt einen verstehen, warum Thrun beschloss, seine Professur in Stanford aufzugeben, um sich vollständig darauf zu konzentrieren, diese neue Form von Open Courses anzubieten. Das Beispiel Salman Khan zeigt, wie eine einzelne Person sogar Millionen von Menschen unterrichten kann – nur mit einer Webcam und einem digitalen Notizblock.
Ohne Digitale Lehrformate geht es nicht
In Ländern wie Indien haben nur fünf Prozent der Bevölkerung überhaupt Zugang zu Hochschulbildung. Wiley betont, dass die Verwendung von Technologie hier schlichtweg unumgänglich ist, da „die Zahl der Menschen, die Zugang zu Hochschulbildung verlangen, sich verdoppeln wird. Allein in Indien bedeutete das 2400 Hochschulen innerhalb der kommenden 25 Jahre.“ Eine neue Universität alle 14 Tage – während es durchaus möglich scheint, die Gebäude zu errichten – wer bitte soll dort lehren?
Ohne Peer-to-peer-Lehre und Benotung wird es nicht funktionieren, den Bedarf zu decken. Shai Reshef, der Gründer der University of the Pople, verkündete kürzlich: The Tragedy of Those Shut Out of Higher Education: It Needn't be Anymore. Für die von ihm gegründete, vollständig virtuelle Universität berichtet er von „Zufriedenheitsraten unter den Studierenden von über 90%“.
Entwicklungshilfe in der globalen Wissensgesellschaft – Helfen Sie mit!
In seinem TED-Vortrag berichtete Sugata Mitra über die ‚Granny Cloud’: britische Rentnerinnen, die per Skype indischen Kindern Englisch beibringen. Dies ist die Entwicklungshilfe der globalen Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts!
Wir von iversity haben deswegen beschlossen, nach diesem Vorbild eine Academic Cloud ins Leben zu rufen. Wir rufen Lehrende auf, sich bei uns zu melden, wenn auch sie offene Kurse unterrichten wollen.
Melden Sie sich einfach hier an: http://www.iversity.org/
Lassen Sie uns Ihnen dabei helfen, Ihre Vorlesungen und Seminare für Interessierte in aller Welt zu öffnen: dies wäre ein bedeutender Sprung dahin, das Recht auf Bildung als Menschenrecht zu verwirklichen.
--
Hannes Klöpper, MPA
Managing Director
www.iversity.org
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