Donnerstag, 18. August 2016

Funkkolleg Sicherheit

Erstsendung: montags, 20:35 Uhr in hr-iNFO
Wiederholungen: samstags, 11:35 Uhr, sonntags, 08:35 Uhr, sonntags, 14:35 Uhr, sonntags, 20:35 Uhr
Die 25 Themen des Funkkollegs im Überblick
(01)07.11.16Sorge um die Sicherheit – gefühlte und echte Bedrohungen. Ein Überblick zum Funkkolleg
Zur Anmeldung u.a.

http://funkkolleg-sicherheit.de/themen/

Freitag, 24. Juni 2016

Gerechte Wirtschaft – geht das? Abschluss des Funkkollegs Wirtschaft

Warum haben Kinder, die aus ärmeren Familien kommen, auch in Deutschland nachweisbar schlechtere Bildungschancen? 

Wieso geht die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auf? 

Warum gibt es Lohnunterschiede für Männer und Frauen für dieselbe Arbeit?

Diese Fragen diskutieren wir am 29. Juni 2016 bei der öffentlichen Funkkolleg-Abschlussveranstaltung. Gäste sind Tarek Al-Wazir, hessischer Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident, Professor Andreas Hackethal vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt (wissenschaftlicher Beirat des Funkkollegs), Funkkolleg-Autorin und ARD-Börsenreporterin Dorothee Holz und die Schüler der Rudolf-Koch-Schule Offenbach Abbas Shah und Caner Nefiz. Als weiterer Gast wird außerdem der Vizepräsident des Hessischen Handwerkstages, Jochen Honikel, den Blick der mittelständischen Wirtschaft einbringen. Die Diskussion wird geleitet von hr-iNFO-Moderator Dirk Wagner.

Montag, 9. Mai 2016

Fk Folge 22 Wie geht eine gerechte Wirtschaft?


Wie geht eine gerechte Wirtschaft?  Autorin: Bettina Emmerich


Sendedatum in hr-iNFO: Montag, 09.05.16, 20.35 Uhr
Wiederholungen: am folgenden Samstag, 11.35 Uhr und Sonntag, 8.35 Uhr und 20.35 Uhr
Der Kapitalismus macht Menschen arm, machtlos und unglücklich. Und er macht sie auch wohlhabend, einflussreich und glücklich. Die einen, weil sie offenbar fleißig, schlau und schnell sind, die anderen, weil sie anscheinend faul, dumm und zu langsam sind – oder einfach Pech haben. In welche Familie oder auf welchem Kontinent wir geboren sind, das wird unser ganzes Leben prägen. Demokratische Gesellschaften versprechen Chancengleichheit. In vielen Verfassungen steht das Recht, sein Glück zu suchen. Viele ökonomische Entscheidungen und Entwicklungen sind jedoch rasend ungerecht.
Warum Milliardäre bei uns nicht zur Kasse gebeten werden
In Deutschland stehen 150 Milliardären rund 5 Millionen Menschen gegenüber, die als Aufstocker oder Hartz-IV-Empfänger leben. Wie ist das möglich in einem reichen Land, in dem so viele Menschen Arbeitsplätze haben wie noch nie, die Arbeitslosigkeit einen Tiefstand erreicht hat und die Wirtschaft brummt? 
In einem Funkkolleg Extra spricht Bettina Emmerich mit Politikwissenschaftler Prof. Christoph Butterwegge über Armut in Deutschland. Zu hören an Pfingstmontag in hr-iNFO um 20.35 Uhr (Wdh. am folgenden Samstag, 11.35 Uhr und Sonntag, 8.35 Uhr und 20.35 Uhr).
Gerechte Wirtschaft – geht das?

Punktuelle Mitschrift:
Jean Ziegler verweist darauf, dass die Menschenrechtserklärung zwar viel verspricht, aber ihre Versprechen bricht.

Warum schaffen wir es nicht, den Reichtum brüderlich zu teilen? 
Beispiel: Nahrungsmittelproduktion könnte 12 Mrd. versorgen, aber Hunderte von Millionen hungern.
Über Armut gibt es Erhebungen, über Reichtum nicht.
In Einkommensgerechtigkeit liegt Deutschland nach dem internationalen Gerechtigkeitsmonitor im unteren Drittel. 
Adam Smith erfand auch den trickle-down-Effekt. Noch 1985 versprach Ronald Reagan bei einer angekündigten Steuersenkung, das würde passieren. Stiglitz zeigt anhand der Zahlen auf, dass dieser Effekt nicht funktioniert.
Piketty: Vermögensverteilung sorgt dafür, dass Arbeitsleistung immer schlechter belohnt wird als Vermögen. 

Forst: Gerechtigkeit ist das Gegenteil von Willkür. In einer gerechten Gesellschaft können Menschen ihre Gesellschaft auch beeinflussen.
Hartmanns Untersuchung: Nur 43% der Elite halten die deutsche Gesellschaft für ungerecht. Ganz anders sieht es bei denen, die aus Arbeiterhaushalten aufgestiegen sind.
Von den Erbschaften dieser Generation könnte man alle Hartz IV Empfänger 150 Jahre bezahlen. 

Es gibt Initiativen für die Einführung einer höheren Erbschaftssteuer.

Forst: Gerechtigkeit kann nicht über Stiftungen und Spenden erreicht werden. Sie ist eine politische Aufgabe.

Donnerstag, 5. Mai 2016

Snapchat-Hype (re:publica 2016)

"Es gab auf dieser re:publica zwei Redner, die nur per Video zugeschaltet wurden, aber trotzdem einen Besucheransturm auslösten. Der eine war Edward Snowden, der ein globales Spähsystem enttarnt hat. Der andere ein Zehntklässler namens Joshi, der sich aus seinem Jugendzimmer in Hamburg-Altona zuschaltete. [...]
Anruf bei Joshi, am Tag nach dem Vortrag: Hat er denn mit so viel Aufmerksamkeit gerechnet? "Joahr", sagt der 15-Jährige, "die wollen halt Snapchat als Marketingtool benutzen." Es gebe nun mal ein "großes Interesse daran, zu verstehen, warum wir das so toll finden". [...]
Jugendkultur wird nicht erst seit gestern vermarktet. Aber je schneller sich die Trends ablösen und je wichtiger die Zielgruppe wird, desto größer werden Interesse und Unwissen bei Medien, Werbern, Vermarktern, Unternehmen. Gerade hatte man das Marketing auf YouTube verstanden. Bei Snapchat wird alles noch etwas dringlicher, unsicherer, nervöser, weil selbst jene Inhalte, für die sich die Vermarkter interessieren, nach 24 Stunden verschwunden sind." (Snapchat-Hype, SPON 4.5.16)

Mittwoch, 4. Mai 2016

Funkkolleg Wirtschaft Folge 21: Lehman Reloaded – nach dem Crash ist vor dem Crash

Lehman Reloaded – nach dem Crash ist vor dem Crash


Ein Blick zurück in die Geschichte der Wirtschaft zeigt: Immer schon folgten Blütezeiten auf Krisen und umgekehrt. Es hat Dutzende von Währungszusammenbrüchen gegeben. Kriege, die von wirtschaftlichen Interessen gesteuert waren. Folgt dieses ständige Auf und Ab einem bestimmten Muster? Was unterscheidet die Wirtschaftskrisen der vorindustriellen Zeit von den Turbulenzen im Zeitalter der Globalisierung? Sind Krisen die Kehrseite eines enormen Wirtschaftswachstums? Eine Krise kommen sehen, das fällt schwer, den Gewinnern in Krisen ebenso wie den Verlierern. Wo gedeihen Krisen am besten – in Demokratien oder Diktaturen? Welche Rollen spielen die Notenbanken und Börsen?