Donnerstag, 27. Dezember 2012

Vorschau auf den MOOC-Maker-Course 2013

MMC13 der deutschsprachige MOOC-Maker-Course Wochen 1 - 5

Netzbeiträge noch vor dem Start:




  • Markus Jung: Fragen, die er sich im Laufe des MMOC13 beantworten möchte:



  1. Was ist ein MOOC?
  2. Welche Arten von MOOCs gibt es?
  3. Kann ein Fernstudium auch ein M(O)OC sein?
  4. Sind MOOCs wirklich etwas Neues, oder nur alter Wein in neuen Schläuchen (z. B. Vergleich Telekolleg, Open University OpenLearn?
  5. Welche technischen Plattformen können für einen MOOC zum Einsatz kommen?
  6. Wofür eignen sich MOOCs (Inhaltsvermittlung, Inhaltsvearbeitung etc.)?
  7. Wie kann eine Lernerfolgskontrolle stattfinden?
  8. Wie können die Teilnehmer betreut werden?
  9. Gibt es ein Verzeichnis von MOOCs nach Themengebieten?
  10. Was bringt die Teilnahme an MOOCs für die Karriere?
  11. Sind auch Abschlüsse mit dem MOOC-Konzept vereinbar? - Welche?
  12. Darf ein MOOC auch etwas kosten?
  13. Sind MOOCs eine Konkurrenz zum Fernunterricht?
  14. Wo können MOOCs in der Fernlehre zum Einsatz kommen?
  15. Werden MOOCs die Fernlehre verändern?


Fragen von Fernstudienakademie:
Woran liegen die hohen Abbrecherquoten in bisherigen MOOCs?
Was kann man tun, um diese Quote zu senken?
Sind diese hohen Abbrecherquoten wirklich "schlimm"? Für wen sind sie "schlimm"? Warum?

Sonntag, 23. Dezember 2012

Aufmerksamkeit im Netz - Leseverhalten

die Sendung

Versuch einer Mitschift:
Powerreading: Abspeicherung von Informationen
       Saccade, mentales Lexikon mit 50 000 Wörtern,
       Ablenkungspotential der Bilder auf der Webseite
E-Book machte schon 2008 in Deutschland Sorgen, 2011: 2 Mill. E-Bücher, das sind 0,5% der verkauften Bücher.
Lineares versus digitales Lesen
weniger konzentriertes Lesen
kollektives Lesen, Zusammenarbeit über Links, Kommentare Poersken: Über die Empörungsdemokratie des digitalen Zeitalters (2012)

Dienstag, 18. Dezember 2012

Computer im Kindergarten?

Diskussion von 2006

Funkkollegsendung 2012

Meine Meinung - bisher noch in Unkenntnis der Sendung: Es besteht keine Eile, Kinder einzuführen. Ab 6, 7 oder 8 Jahre reicht es völlig aus. Da die Werbung aber Computer in die Familien drückt, ist etwas Medienpädagogik für Kinder - und mehr noch für Eltern - wohl schon vom Kindergartenalter an erforderlich.  Ein Kind, das wesentlich besser mit dem Computer umgehen kann als seine Eltern, hat größere Schwierigkeiten, ihrem Rat zu folgen, als ein anderes.
Wichtiger als das Fernhalten von Computer und Fernsehen ist es, ihnen nicht die Chancen unmittelbarer Welterfahrung zu nehmen.

Erschreckt bin ich allerdings, wenn ein Medienpädagoge in der Sendung den Vergleich Straßenverkehr und Internet so schief aufbaut, dass er behaupten kann: Wenn man Kindergartenkindern Verkehrsregeln beibringt, muss man ihnen auch Regeln für den Umgang mit dem Internet beibringen.
Kinder wird man sinnvollerweise dort von der Fahrbahn fernhalten, wo gefährlicher Verkehr herrscht. Deshalb gibt es Spielstraßen, wo alle Verkehrsteilnehmer besonders auf Kinder Rücksicht nehmen müssen, und Autobahnen, wo auch Erwachsene nur in besonderen Ausnahmesituationen die Fahrbahn betreten dürfen.
Verkehrsregeln brauchen Kinder erst zu lernen, wenn sie wegen Zwängen unserer realen Welt notgedrungen Verkehrsteilnehmer werden, die mit der sichersten Regel: "Betritt eine Fahrbahn nur an der Hand eines Erwachsenen" nicht mehr auskommen können. Verkehrsregeln kann man auch lernen, ohne im dichten Verkehr auf einer Fahrbahn herumzulaufen.

Kommentare:

http://organicclassroom.wordpress.com/2009/02/18/web-20-and-early-childhood-education/

http://bildungsklick.de/pm/82854/digitale-medien-gehoeren-in-die-fruehkindliche-bildung/

http://www.blickwechsel.org/ueberall_schulen_ans_netz.html


Montag, 3. Dezember 2012

Alles umsonst! - Urheberrechtsfragen und die Copy & Paste-Moral


Diesmal für mich nicht viel Neues. Doch weiß ich, dass das Thema sehr umfassend ist. Ich habe einmal angefangen, mich in das Urheberrecht einzuarbeiten. Seitdem ist meine Achtung vor den Spezialisten gestiegen.
Einfach abschaffen geht nicht, alles mit einem offenen Copyright (Copyleft) weiterzugeben (z.B. OER) hat viel für sich. Aber es muss die Bezahlung der Künstler sichergestellt werden (obwohl wohl bei keinem Beruf die Einkommensdifferenzen schon immer so hoch waren wie bei Künstlern).
Dafür habe ich keinen Königsweg. Es muss kreativ gedacht und dann ausgehandelt werden.

Copy & Paste
Urheberrecht  (Wikipedia) und Tweets zu Urheberrecht
Leistungsschutzrecht vgl. auch: Politiker protestieren gegen Googles Kampagne
ACTA 
Crowdfunding - Digitales Quartett zu Crowdfunding (vgl. auch Bürgerkreditprojekte)
Social Payment
Kulturflatrate

"Die originalsten Autoren der neuesten Zeit sind es nicht deswegen, weil sie etwas Neues hervorbringen, sondern allein weil sie fähig sind, dergleichen Dinge zu sagen, als wenn sie vorher niemals wären gesagt gewesen." (Goethe)


Freitag, 30. November 2012

Schüler und das Internet


Zwei Tweets von Twitterin @lammatini  zum Internet:
Fragt man Eltern "Was, glauben Sie, wünschen sich Ihre Kinder von Ihnen bezüglich Internet", antworten diese: "Klar: unbegrenztes Surfen!"
Präsentiere ihnen dann Antworten ihrer Kinder: ernstgenommen werden, auch mal loben, echtes Interesse zeigen. Macht sie sehr nachdenklich.

Samstag, 24. November 2012

Kommunikationskosten - Kommunikationsrisiken

Mitschriftversuch:
Elektronische Spuren im Netz
Kriminalitätsmöglichkeiten:
Daten der Banken werden auf den eigenen Server umgeleitet (Man in the middle)
Überwachungsmöglichkeit/Kundenbeobachtung:
Clickstreamanalyse
12 Terabyte von Twitter täglich von Banken ausgewertet, abgeglichen mit Facebook, Kaufkraft in Stadtbezirken usw.
Aus Kauf- und Bezahlverhalten auf drohende Insolvenz geschlossen.
Versicherung Untersuchung von Kunden auf Empfänglichkeit für Angebote
Tägl. 1 Mrd Facebook-Updates, viele Millionen Twitternachrichten
Schufaprojekt zur Analyse wurde nach Protesten auf Eis gelegt, in USA ist so etwas schon lange üblich.
Fluglinie KLM beschenkt ihre Kunden mit auf ihr Twitterprodukt passenden Geschenken.
Facebook hat Überwachungssoftware, mit dem ein Pädophiler aufgedeckt wurde.
Beispiel: Druckertintenbestellung - "Sammelwut" der Geheimdienste 120 000 Verdachtswörter, z.B. afghanische Städtenamen
Auch medizinische Daten von beobachteten Personen werden ausgewertet. Fernmeldegeheimnis wird dafür außer Kraft gesetzt.
INDECT: EU-Forschungsprojekt. Vorläufig nur Algorithmen entwickelt, noch keine Vernetzung
TrapWire: U-Bahn, Kasinos in Las Vegas usw. überwacht
Gefahr, dass die Daten zur Erpressung verwendet werden.
Internet "das Medium, das unser Leben so sehr verändert hat wie keine andere Erfindung der letzten 100 Jahre".

Mein Kommentar:
Eine gelungene Zusammenstellung. Ich bin froh, dass ich manches mit Wikipedia verlinken konnte, da ich nicht übersehe, wie viel ich vom schriftlichen Material werde durchgehen können.

Persönlich bin ich der Meinung, dass gezielte Werbung an mir nicht allzu viel verloren hat; aber beeindruckt war ich doch, als ich eine Googlesuche nach Fontanefan mit der neutraleren Suche von DuckDuck verglich: Fontanefan. Es tut sich sozusagen ein neues Internet auf. Eine neutrale Suche interessiert sich nicht für meine Webseiten, sondern viel mehr für meine Kommentare auf wirklich wichtigen Webseiten. (Vergleichen Sie einmal eine Googlesuche zu einem Sie interessierenden Thema mit einer DuckDuck-Suche! Google findet nicht das Wichtigere, sondern das, was Sie für wichtiger halten. Wie viele Informationen über Sie benutzt es dabei? Wofür kann es sie noch verwenden?)
Dass Google Facebook nachmacht, sehe ich sehr kritisch.

Kurz zu alternativen sozialen Netzwerken.
Jo Bager schreibt in c't und Spiegel online:
"Es wäre hilfreich, wenn sich die verschiedenen alternativen Projekte enger zusammenschlössen und ihre Möglichkeiten besser publizierten. So könnten sie schneller eine kritische Masse an gemeinsamen Nutzern aufbauen, die es auch für weitere Surfer interessant macht, mal die angestammten Treffpunkte zu verlassen und was Neues auszuprobieren."

Persönlich bedaure ich, dass die prominenten Mitglieder der Piratenpartei sich mit ihrer Politik der Transparenz so viel Ärger eingehandelt haben (dazu: bzgl. Weisband). Aber für die unbedarfteren Netzaffinen halte ich es für ein wichtiges Beispiel.
Hier sind netzerfahrene und zum Teil hochbegabte politisch engagierte Internetnutzer in ihrem Optimismus über das Netz nach einigen Querelen und Shitstorms (im Netz und in den Medien) ziemlich enttäuscht worden. Das sollte weniger versierten Internetnutzern zu denken geben. Da wird das soziale Netzwerk Twitter, in dem jemand unbedacht eine ironische Formulierung gebraucht hat, plötzlich zum Nachrichtendienst, mit dem er etwas verlautbart hat, was als völlig unironisch verstanden wird.

J. Robes: Funkkolleg Daily, 24.11.12
C. Bremer: Aktivitäten rund ums Funkkolleg, 24.11.12

Donnerstag, 22. November 2012

Neue Entwicklungen in der Hochschullehre

Offene Internetkurse wie das Funkkolleg Medien sind der Versuch, das Konzept des MOOC, wie es an kanadischen Hochschulen entwickelt worden ist, um die Reichweite von Hochschulangeboten auszuweiten, in Deutschland für die Weiterbildung einzusetzen. Den Durchbruch erreichte S. Thrun mit seinem Kurs zum Thema Artificial Intelligence, an dem 160 000 teilnahmen und bei dem immerhin 23 000 eine Prüfung ablegten.
Genauer erläutert wird das von Claudia Bremer in einem Video, das sie zusammen mit Christian Spannagel erstellt hat: Flipped Classroom meets MOOC.
Der Flipped Classroom, der im Titel dieses Videos vorkommt, ist hier nicht mein Thema. Außerdem wird er von Spannagel so gut erläutert, dass eine Erklärung von mir überflüssig ist. Dennoch habe ich für die, die das Video nicht anschauen wollen, auch diesen Begriff mit einem Wikipedialink versehen.

Samstag, 17. November 2012

Ende der Privatheit? - Datenexhibitionismus und Selbstvermarktung (Funkkolleg 3)

Podcast der Sendung

Die Darstellung erinnert mich irgendwie an eine Erörterung aus der 8. Klasse: Es gibt Vor- und Nachteile. Mit der Zusammenfassung: Jeder muss selbst entscheiden.

Meiner Meinung nach sollten soziale Netzwerke verpflichtet sein, den einzelnen jede Veröffentlichungsentscheidung selbst treffen zu lassen, auch wenn eine solche Verpflichtung gegen Mammutunternehmen nicht ganz leicht durchzusetzen ist. Schließlich gehört informationelle Selbstbestimmung zu den Grundrechten.
Zusätzlich sollte aber Datenschutz ein wichtiges Thema der Medienerziehung sein.
Nicht jeder ist ein Goethe, dessen Werke ihren herausragenden Wert nicht zuletzt darin besitzen, dass sie Teile einer "großen Konfession" sind. Nicht jeder ist geschaffen, wie Luther ein Bekenner zu sein.
Es gehört nämlich zum Bekennen die Weisheit, zu wissen, was man besser verschweigt, und die Energie, aus seinem Bekenntnis etwas zu machen.

Paperli zum Thema

Mittwoch, 14. November 2012

Open Course über Open Courses

Das Programm ist schon erfreilich weit gediehen: http://howtomooc.org/programm/

Ich notiere weiter, was an Neuem kommt, bzw. was mir dazu einfällt.

Lizensierung bei MOOCs (12.12.12)

Dienstag, 13. November 2012

Weshalb Mark Zuckerberg die Privatspäre nicht respektieren will und anderes

Zu Facebook:
Am 11.1.2010 veröffentlichte die taz einen Artikel über ein Interview mit Mark Zuckerberg, daraus zitiere ich:
Facebook fühlt sich demnach nicht wie andere Firmen "gefangen von alten Konventionen". Man fühle sich wie eine Neugründung und passe sich an. "Andere Firmen würden keine Änderung der Privatsphäreneinstellung für 350 Millionen Nutzer vornehmen. Wir hielten das aber für wichtig." Facebook habe sich deshalb gefragt, was derzeit die "gesellschaftliche Norm" sei. "Und dann haben wir es einfach getan."
und den Kommentar von Martin vom 11.1.10:
Okay, dann veröffentlicht Zuckerbergs Telefonnummern, Adresse, Name seiner Freundin(nen), Krankheiten, Schulnoten usw. Und dann fragt ihn noch einmal zum Thema Privatsphäre.
 zu Twitter:
 Am Dienstag, d. 13.11., von 12:30 bis 13:30 diskutiert die 8b über Twitter unter dem Hashtag #jd8b.
Wer Lust hat, kann mitdiskutieren. (Dazu sieh Schulwiki der Stadt Köln: Kaiserin Augusta Schule Köln Klasse 8b; zu den möglichen Themen hier.)

Allgemein:
Wer kontrolliert das Wissen?

Montag, 12. November 2012

Internetkurse und freie Unterrichtsmaterialen im Internet (englischer Sprachraum)

Auf dem Blog Open Culture finden sich:
530 kostenlose Internetkurse
Nachtrag zur obigen Liste (September 2012)

außerdem in der rechten Spalte:

Free Certificate Courses
Free Audio Books
Free Movies
Free Textbooks
Free Language Lessons
Great Science Videos
Smart YouTube Channels
Intelligent Video Sites

Den Hinweis verdanke ich Yvonne Stragies' Blog "Bildungsdialoge".

OER and staff (Vivien Rolfe)
dito: Peter Reed
Zeitschrift für Research in Learning Technology

Samstag, 10. November 2012

Während der Kollegstunde "Soziale Netzwerke" in Twitter gelesen

Aus meiner Mitschrift:
US-Student: „Wichtige Nachrichten werden mich finden.“
Diese Nachrichten haben mich bei Twitter über einen Retweet von Winchenbach gefunden:

weiter in der Mitschrift:
Schwache Bindungen helfen bei der Verbesserung der beruflichen Karriere.
Netzwerke helfen dazu, die schwachen Bindungen über 150 hinaus auszuweiten. (Das persönliche Gedächtnis schafft nicht mehr.)
Referate über Billiglohnarbeiter in Kanada. Zusammenarbeit nur über Facebook geplant, ohne Treffen.
Soziale Filterblase (filter bubble): Nur Nachrichten aus dem eigenen Umfeld. - Abgelöste Netzwerke: z.B. studiVZ

(Eine ausführlichere Mitschrift liefert Simon Dueckert.)

Als ich den Hinweis auf diesen meinen Blogbeitrag twittere, holt mich meine Filterblase ein und ich lese über die Vorbereitung eines Open Course über open courses.

Wieso gehört Ulrich Winchenbach zu meinem sozialen Netzwerk? Ich habe an einem offenen Internetkurs teilgenommen, in dessen Anschluss eine Veranstaltung in Stuttgart beim MFG stattfand. Bei dieser Gelegenheit habe ich U. Winchenbach kennengelernt und beschlossen, ihm bei Twitter zu folgen.
Übrigens, zwei der Veranstalterinnen des Open Course über open courses  (Dörte Giebel, am ils, und Monika E. König, auch Bloggerin) kenne ich ebenfalls von diesem Kurs. Doch von diesem Kurs habe ich auch über Twitter gehört (bzw. gelesen). Der Anlass war freilich, dass ich eine E-Mail erhielt, dass ich einen neuen Follower bei Twitter hätte. (Das Weitere ist hier nachzulesen.)
Irgendwie hatte also auch die Nachricht über diesen Kurs "mich gefunden". Die Nachricht, dass es ein fkmedien gibt, erfuhr ich übrigens über diesen Blogbeitrag.

Der Hinweis auf Links ist übrigens typisch für Twitter. Für meine Blogs offenbar auch.

Ein digital native bin ich übrigens nicht:
"Macht euch die Menschen untertan!" sagen die Rüstung und die Computer. Aber noch können wir uns wehren, wenn wir es wollen.
habe ich 1987 geschrieben (in den beiden letzten Zeilen des Textes). Und dabei bleibe ich auch.

Alternativen zu Facebook

Freitag, 9. November 2012

Zur ersten Kollegstunde des Funkkollegs "Medien"

In der ersten Kollegstundes des Funkkollegs "Medien - Wirklichkeit 2.0" wird Claus Leggewie mit einer provozierenden Aussage zitiert: "Ich glaube, dass Google mächtiger ist als China".
Wenn man Macht als die Fähigkeit versteht, "Ziele zu erreichen, ohne sich äußeren Ansprüchen unterwerfen zu müssen" (Wikipedia), liegt er in seinem Glauben sicher falsch. Denn Google hat gegenüber China nachgegeben, gegenüber den USA und sogar gegenüber Bettina Wulff.
Doch wenn man Macht als "Macht über" (im Sinne von E.O. Czempiel als "kluge Macht") versteht, nämlich als die Fähigkeit,  "auf das Verhalten und Denken von Personen und sozialen Gruppen einzuwirken" ( ebenenfalls Wikipedia), dann hat Google diese Fähigkeit wohl in einem größeren Umfang als die chinesische Regierung, weil es schon mehrere Milliarden fortwährend beeinflusst.
(So viel zu dieser Problematik, so weit es das Funkkolleg Medien betrifft. Mehr dazu unter "Ist Google mächtiger als China?")

Notgedrungen kam sonst vieles vor, was mir geläufig und daher für mich relativ uninteressant ist. Auch ist das  Begleitmaterial, das schon allein zur ersten Stunde geliefert worden ist, so überbordend, dass man eine Menge Medienkompetenz besitzen muss, um nicht darin zu ertrinken.
Ich für meine Person habe mir vorgenommen, ganz viel, was mir das Funkkolleg bietet, nicht zu nutzen, um das nutzen zu können, was mir am vielversprechendsten erscheint.

Zum Schluss: Jetzt schon ein ganz großes Lob an die Veranstalter dieses Funkkollegs. Ich habe an anderer Stelle sehr beklagt, dass es das Quadriga Funkkolleg nicht mehr gibt, und ich bedaure es noch heute. Das jetzige Funkkolleg verspricht aber der Idealvorstellung eines Funkkollegs, wie ich sie habe, so nahe zu kommen, wie es heute nur geht. Und im Sinne der Beteiligungsmöglichkeit übertrifft es das damalige Funkkolleg bei weitem.

Sonntag, 4. November 2012

Die ZUM ist 15 Jahre alt geworden

Interview zum Jubiläum mit Karl Kirst

Kleine Chronik der ZUM

ZUM - Wie alles anfing (Bericht von Margit Fischbach)

Erste Bilder vom Jubiläumstreffen in Königswinter

Tweets vom Jubiläumstreffen (die neusten handeln von der Heimreise und der ersten Bilddokumentation)

Ein Film wird entstehen, der besser wiedergeben wird, was vor sich gegangen ist, als ich es könnte.

Trotzdem schon einmal zwei Bilder: Entstehungsprozess und Ergebnis



Wie kann man die Kommunikation zwischen Mitgliedern und Vorstand verbessern?

Ideensammlung im World Café

Sonntag, 28. Oktober 2012

10. Educamp - 2012 in Ilmenau (18.-21.10.)

Blogbeiträge, Fotos u.a. zum Educamp #ecil12

Bericht über den Samstag von Mandy
Bericht vom Sonntag von Mandy

Educamp Trilogie 1 (Video)
Bildungsreporter beim 10. Educamp (Was müssen Schüler heute lernen, um auf das 21. Jh. vorbereitet zu sein?)

Allein, um zum Educamp zu fahren, tu ich mir - so lang so viel anderes Wichtige ansteht - eine so lange Fahrt nicht an. Aber trotz einiger kritischer Berichte kann ich ja vielleicht planen, ein paar Termine zu verbinden.
Das wäre auch für Hamburg denkbar. Denn Barcamp ist für mich eine überzeugende Organisationsform bzw. Unkonferenzform.

Montag, 15. Oktober 2012

Neue Lernkulturen gestalten

 André J. Spang bietet ein Projektseminar am IMB der Universität Augsburg im WS12/13 als Blockseminar an und schreibt dazu:
 Machen statt mitmachen, i-literacy, Kollaboration. Anhand konkreter Projekte sollen die Seminarteilnehmer zeigen, wie Web2.0, SocialMedia und Lerntechnologien eine neue Lernkultur fördern können. 
Ich denke, nach dem, was jetzt schon im Wiki vorbereitet ist, lohnt es sich, dort gelegentlich vorbeizuschaun.

Oder soll's doch lieber ein Harvard-Kurs sein? 100 000 sind schon angemeldet.
Dazu Alan Garber (edX): "We view this as an incredible opportunity for us to ask deeper questions about how people learn and how we as a university help people to learn"

Samstag, 6. Oktober 2012

OER Barcamp in Bremen

Das OERcamp fand vom 14.09 bis 16.09.2012 in Bremen statt. Ich war anderweitig zu sehr beschäftigt und es war zu weit, als dass ich ihm hätte einen Besuch abstatten können.
Auch bin ich zwar immer wieder mit der Erstellung von OER-Materialien befasst, doch den Gedanken, mit anderen zusammen nicht-eurozentristische Materialien zu erstellen, die an die Stelle herkömmlicher Geschichtsbücher treten könnten (vgl. Geschichte der Menschheit), habe ich inzwischen als zu ehrgeizig aufgegeben. (Oder will vielleicht jemand daran mitarbeiten??)

Doch ich begleite das OERcamp aus der Ferne mit großer Sympathie und möchte hier darauf hinweisen.

Dankbar zitiere ich auch einen Verlagsvertreter mit folgender Feststellung:
Wir müssen sofort Lösungen finden, die es Lehrern in der digitalen Welt erlauben, ihren Unterricht so vorzubereiten, wie sie es in der analogen Welt gewohnt waren: flexibel und rechtssicher, mit voller Konzentration auf guten Unterricht.
(Martinez von Slavata auf dem Blog pisaversteher)

Sonntag, 30. September 2012

Was clc12 so attraktiv machte

Barcamps, bei denen jeder Besucher eine eigene Veranstaltung anbieten kann, gibt es viele.

Das clc12 war ein Barcamp, bei dem man schon eine Session anbieten konnte, bevor man sicher war, ob man teilnehmen könnte (war bei mir der Fall) und eins, bei dem man sich einschalten konnte, auch wenn man nicht teilnahm (davon berichtet M.L. Höfer).

Das ist wirklich Offenheit. Noch offener war's freilich, wenn man dabei war.

Freitag, 28. September 2012

clc12 - CorporateLearningCamp 2012

Startseite clc12

Tweets zu clc12 (1)
Tweets (2)

Matrix der Sessions

Mein Session-Angebot (experimentell, da mein erstes Barcamp)

Bericht über die Session "Unselbständige und Unmotivierte motivieren"

Mein persönlicher Eindruck vom Barcamp

Bericht von Herrn Larbig von clc12 (Drei der Sitzungen, von denen er berichtet, habe ich auch besucht, so spare ich mir meinen eigenen Bericht dazu. Die Zeit und Energie, die ich noch hatte, habe ich statt dessen in den Aufruf zu einer Blogparade gesteckt.)

J. Hadecker zu seiner Session: EINFÜHREN/NUTZEN VON SOCIAL MEDIA MIT SUCCESSTORIES

Vergleich von Konferenzen und Un-Konferenzen (Bar-Camps)

J. Busse: Didaktische Beratung

Wandel der Lehr- und Lernkulturen

Mittwoch, 25. Juli 2012

Rückblick auf opco 12

Anregend Spendrins persönlicher Rückblick, umfassend J. Wedekind; ich selbst war nur Lurker und auch das nicht überall. Hier habe ich meine Notizen hinterlassen, falls ich etwas wieder aufnehmen wollen sollte.

Freitag, 6. Juli 2012

Samstag, 23. Juni 2012

Learning Analytics

"Learning Analytics ist die Interpretation von lernerspezifischen Daten, um den individuellen Lernprozess zu verbessern." (Martin Ebner)
 "Die Struktur des Netzwerks, das sich um einen Menschenbefindet, ist derartig reichhaltig und vielfältig, dass selbst bei Diensten mit Millionen von Nutzern jeweils eigene Muster von Einzelpersonen entstehen. [...] Es gibt keine vollständige Anonymität mehr." Anonym war gestern (Erica None) unter Berufung auf Shmatikov.

Zusammenfassung der Kurseinheit Learning Analytics

Freitag, 15. Juni 2012

L3T's work über zukunftsträchtige Bildungsmedien

Unter dem Namen L3T's work  fand in Bad Reichenhall Ende Mai/ Anfang Juni ein Expertentreffen zur Zukunft von Lern- und Lehrmaterialien statt.

Peter Baumgartner schreibt darüber u.a.:
"Brainstorming zu den Bildungsmedien der vergangenen 5 Jahrzehnte.
Bei dieser Sammlung war für mich inhaltlich besonders interessant (ich war der Kurator für das Jahrzehnt 1991-2000), dass zu Beginn viel Hard- und Software damit assoziiert wurde, dass aber beim "Einpacken" für die Zukunft es aber vor allem die didaktische Konzepte waren, die übrig geblieben sind."

Von den von Baumgart angeführten Wetten  über zukünftige Entwicklungen zitiere ich Nr.6:

"WETTE 6: Mindestens fünf deutschsprachige Lehrbücher sind mit einem Verfallsdatum /notwendigem Aktualisierungsdatum versehen.
Trifft zu in 6/12/18 Monaten oder später/nie?
Kriterium: Nachweis"

Eine Erläuterung zu den Wetten und alle 12 im Wortlaut finden sich auf dem L3T-Blog.

In einem Kommentar zu Baumgarts Artikel weist die Veranstalterin Sandra Schoen darauf hin, dass sie bei der Wahl der eingesetzten Methoden/Techniken von Veranstaltungen mit Hermann Will beeinflusst war und fügt ein Link auf die Rezension eines Buches von Will hinzu.

Edupunks, MOOC, ...

Die Zeit vom 14.6. schreibt auf S.69 über Edupunks, die Abbrecherquoten bei der Fernuni Hagen und eine Dreiteilung der Unis in "mediale Superstars, in Forscher und in einen dritten Teil, der Mentoring und Tutoring übernimmt".
In der Schulausbildung geht die Tendenz ja bereits heute mehr und mehr dazu, dass die Ausbildung an öffentlichen Schulen durch private Nachhilfe ergänzt wird.
Ob man Ratgeber-Communittys wie gutefrage.net schon eine Tutoring-Rolle zugestehen will, wäre zu diskutieren; doch in die angedeutete Richtung geht die Entwicklung - zumindest in Teilbereichen - schon.


Montag, 21. Mai 2012

Tablet Computing und game based learning

Zusammenfassung zu Tablet Computing mit Links (pdf) von J. Wedekind

Rückblick auf die Veranstaltung von Beat Döbeli mit Kommentaren

Vorschau auf game based learning
dazu: Sonja Gerber

Zusammenfassung zu game based learning

Vorschau auf learning analytics


Zwischendurch: Was nützt das Nachdenken und Forschen zu solchen Fragen, wenn Schüler verlernen, sich selbst zu fragen, und wenn die Gesellschaft denen, die gelernt haben, keine Arbeitsbasis mehr bietet? (vgl. Heitmeyer in FR vom 4.6.12)

Mittwoch, 9. Mai 2012

opco12 Linkempfehlungen aus der Sitzung vom 9.5.12


Linkempfehlungen aus der Sitzung vom 9.5.12 (Tablets, Tablet-PCs u.ä. und BYOD fürs Lernen)



http://dynabookz.ch/DynabookZ Brainstorming-Wiki für die DynabookZ-Idee http://www.DynabookZ.com





http://wiki.doebe.li/Beat/DemokratisierungDesBeamers

http://www.cenl.zhaw.ch/







http://www.e-teaching.org/news/eteaching_blog/blogentry.2012-05-08.0258734881/et_showEntries?permaLink=1336468025

Blogbeitrag zur Sitzung:
Tablets oder BYOD

In Peru geht's nicht um BYOD, sondern um OLPC. Da kann man sich denken, dass die sehr zur Motivation beitragen.
Messbare Erfolge sind aber offenbar kaum zu verzeichnen, jedenfalls nicht im ursprünglich angestrebten Sinn.

Etwas weit hergeholt mein Beitrag:
Apps u. Touchsreen für Affen
Dann werde ich für ein paar Tage offline sein. Bin gespannt, was in der Zwischenzeit passiert, aber ihr kommt sehr gut ohne mich aus.

Samstag, 5. Mai 2012

Aufgeschnappte Brocken von opco12


Jörg Hafer meint in seinem Beitrag:
 Was können mobile Anwendungen in der Hochschule bringen?
"Im folgenden möchte ich zum einen die Erkenntnisse aus dem Artikel von Wegener,  Prinz & Leimeister und die Diskussion um den Einsatz von mobilen Anwendungen in der Hochschule zusammenfassend einordnen und bewerten. [... ]


Entgegen den Erwartungen des Horizon-Reports würde ich den sog. “mobilen Applikationen” nur einen eingeschränkten Einfluss auf die (nähere) Zukunft des E-Learning (in der Hochschule) zusprechen.
Mir erscheint die typische Form des Apps, wie sie bisher gedacht werden, durch folgende Aspekte gekennzeichnet, die für einee massenhafte Verbreitung nicht günstig sind:
  • Apps fungieren offenbar hauptsächlich als “endgerätespezifische, betriebssystemnahe Programm-Container” für bekannte Anwendungen [...]
  • Sinnvolle Inhalte zu produzieren (ein WBT) bleibt ein aufwändiges Vorhaben. [...] Sinnvoller und wahrscheinlicher Entwicklungsweg sind also technologieübergreifende Konzepte (siehe dazu auch den Artikel “Die App-Dämmerung” in SPIEGEL-ONLINE vom 11.08.2011) in denen die App einer von verschiedenen Verbreitungsformen ist.
  • Nach meiner Einschätzung werden E-Learning-Anwendungen dann attraktiv, wenn sie den Lehrenden die Möglichkeit bieten, diese einfach auf die eigenen Bedarfe und Inhalte anzupassen und zu (re-)kombinieren. Das sehe ich bei Apps noch gar nicht gegeben. [...]"
gearbeitet habe ich heute u.a. an: Raabe: Akten des Vogelsangs

Donnerstag, 3. Mai 2012

Lernen und Bildung im Social Web – Ergebnisse des #ocwl11

Die Veranstaltung (am 3.5.12) bei der MFG Innovationsagentur für IT und Medien
begann mit zwei Vorträgen:

Prof. Dr. Ulrike Cress:

 Gemeinsam Wissen konstruieren im Social Web – Forschung und Praxis

(zugrunde liegende Forschungsprojekte u.a.: NetzwekanalyseWikis, Netzwerke zur Wissenskonstruktion bei Wikipedia)

und von Johannes Moskaliuk:
Ein Open Course zwischen Universität und Internet (Folien verlinkt)Dann fand ein World Café in drei Runden statt.Bericht von Katrin vom zweiten Tisch des CafésMein weit subjektiverer Bericht vom ersten Tisch:
Ja, wir haben darauf hingewiesen, dass Weblernen oberflächlich macht, weil man von Link zu Link springen kann, als zappte man durch Hunderte von digitalen Fersehprogrammen, und darauf, dass eine Quslitätssicherung wie an der Hochschule fehlt und auch die Nachhaltigkeit des Lernens nicht gesichert ist, weil keine Prüfungssituation zur vorherigen Internalisierung assimilierten Wissens drängt.
Und doch waren wir der Meinung, dass es für die sieben Studenten, die den ocwl11-Kurs mitmachten, ein Gewinn war, dass der Kurs ins Netz geöffnet war.

Ja, ich wäre gern bei der rp12 gewesen. Und doch fand ich es ein recht intensives Erlebnis mit allen, die sich für die Auswertung der Erfahrungen des ocwl11 interessierten, in einem Raum zu sein und einige von den Personen begrüßen zu können, die ich während des Kurses schätzen gelernt habe.
Doch ich spreche zu Unrecht von "wir", denn ich habe beim World Café nur an einem Tisch gesessen und kann - trotz der Visualisierung von Wissensakkumulierung gar nicht wissen, was im einzelnen an den anderen Tischen gesprochen worden ist.
Doch bald schon wird Johannes auf dem Wissensdialogeblog einen differenzierteren Bericht der Veranstaltung liefern.

"I don't want to talk. I'm travelling right now. Never. Never. I said never", klingt es von einem Sitz jenseits des Ganges.
Es hat doch etwas, nicht nur virtuell unterwegs zu sein. Und es hat viel für sich, wenn das Handy aus ist und man nicht erreichbar ist.
Dann freut man sich umso mehr, wenn man sich wieder sieht.
Und die ocwl11-Teilnehmer, die ich gern in Stuttgart gesehen hätte, treffe ich ja vielleicht bei der nächsten re::publica.
Ja, auf dem ältesten Friedhof Stuttgarts (1626 - 1880) war es auch interessant.
Und ja, Frau Professor Cress, es ist schon eindrucksvoll, wie viel man nach einer Fahrt noch über das erfahren kann, wo man gewesen ist und wie einem die Wikipedia inzwischen schon die Erinnerungsfotos abnimmt. Dies ist aber trotzdem vom 3.5.2012:


Frage: Auf welchem Friedhof liegt der Verfasser des Märchens, in dem der Räuber Orbasan vorkommt und wie lautet sein Name?

Was ich noch vergessen habe:
Der Unterschied zwischen den Mitgliedern einer Hochschule (offliner) und den Mitgliedern der Social Webs ist: In der Hochschule achtet man auf Qualität und Belegbarkeit, im Netz tendiert man zur eitlen Selbstdarstellung. (Manche brauchen dafür freilich nicht einmal das Netz. ;-))

Dienstag, 1. Mai 2012

re:publica2012

Ich weiß nicht, wie oft und wie lange ich dazu komme, bei der re:publica2012 dabei zu sein. Aber hier werde ich meinen Zugang haben, und hier werde ich die Notizen festhalten, zu denen ich komme.
Vorerst hier noch die Vorankündigung auf Spiegel online.

Hier die Tweets zu #rp12

Fernsehspot

Dörte Giebels Rückblick auf #rp12 (bei laufender Veranstaltung)
Daniel Rehms Vorausblick auf den 4.5.
Robert Basic über die re.publica:
"Es ist schon seit Jahren so, dass ich aus den öffentlichen Sessions kaum noch Impulse oder Know-how herausholen kann. Statt 45 Minuten schweigend und zuhörend herumzusitzen tausche ich mich lieber mit anderen aus. Diese Art von Sessions bringen mir weitaus mehr, gerade an Know-how, das in der Form so niemals auf der öffentlichen Bühne zu vernehmen wäre."
Was er dann aber über die halbprivat-halböffentlichen Sitzungen zu sagen weiß, lohnt durchaus die Lektüre. Es ist halt Basic.

Am Nachmittag des 3.5. bin ich freilich auf einer anderen Veranstaltung.


Samstag, 21. April 2012

Meine Auszüge aus dem Horizon Report 2012

4
Der konstruktive Fortschritt beim Einsatz neuer
Technologien wird durch institutionsbedingte
Barrieren erheblich erschwert. Allzu häufig sind es die
Prozesse und Methoden der Lehre selbst, die eine breitere
Einführung neuer Technologien beschränken. Ein
Großteil des Widerstandes gegen Veränderungen liegt
einfach in einer Zufriedenheit mit dem Status quo. Aber
in anderen Fällen, zum Beispiel bei Evaluationen für die
Beförderung und Amtszeitverlängerung, wird das Experimentieren
mit oder die Einführung von eindeutig
innovativen Technologieansätzen häufig nicht als Aufgabenbestandteil
des Forschers oder Wissenschaftlers
angesehen.
5. [...] stellen nun soziale Netzwerke und neue
Veröffentlichungsmodelle wie Open Content die Rolle
der Bibliothek als Kurator in Frage. Auf immer mehr
wichtige, historische Forschungsmaterialien können
Studierende und Lehrende in Webbrowsern zugreifen
und nutzen dafür das Endgerät ihrer Wahl. Bibliotheken
als solche stehen unter enormem Druck, neue Wege zu
entwickeln, um wissenschaftliches Arbeiten zu unterstützen
und zu kuratieren.
NMC Horizon Report: 2012 Higher Education Edition, S. 6


Die sechs Technologien, die hier im NMC Horizon Report:
2012 Higher Education Edition präsentiert werden, sind
in drei Zeithorizonten angesiedelt, innerhalb derer die
jeweilige Technologie sich in Lehre, Lernen oder kreativer
Forschung wahrscheinlich durchsetzen wird. Der
kurzfristige Zeithorizont geht davon aus, dass die Technologie
sich innerhalb der kommenden zwölf Monate
in Bildungseinrichtungen durchsetzt; der mittelfristige
Horizont geht von zwei bis drei Jahren aus; der langfristige
von vier bis fünf Jahren. Der NMC Horizon Report ist
jedoch nicht als Prognoseinstrument zu verstehen. Er ist
vielmehr dazu gedacht, aufkommende Technologien
hervorzuheben, die erhebliches Potenzial für unseren
Schwerpunktbereich Bildung haben. [...]

Kurzfristiger Zeithorizont
[...]

Mobile Apps sind derzeit die sich am schnellsten
ausbreitende mobile Funktion im Hochschulbereich
[...]

Tablet Computing bietet neue Möglichkeiten zur
Bereicherung von Lernerfahrungen, die mit anderen
Geräten schlicht nicht umsetzbar wären. Die hochauflösenden
Bildschirme von Tablets wie dem iPad
ermöglichen es Nutzern, auf einfache Weise Inhalte
mit anderen zu teilen
NMC Horizon Report: 2012 Higher Education Edition, S. 7


[...] Anwender tendieren dazu, Tablets als Ergänzung zum Smartphone und
nicht als Ersatz dessen zu nutzen, wobei Tablets als
weniger störend empfunden werden (kein Telefonklingeln,
keine SMS-Meldungen), was sie zu idealen
Lerngeräten macht. Weil Tablets alle Vorteile von Mobile Apps wiedergeben können, und dies in größerem Format als auf dem Smartphone, betrachten akademische
Institutionen sie nicht nur als erschwingliche Lösung für individuelles Lernen, sondern auch als
funktionsreiches Instrument für Feldexperimente
und Laborarbeit, das häufig weitaus teurere und unhandlichere
Geräte und Ausrüstung ersetzen kann.

Mittelfristiger Zeithorizont
[...]
Game-basiertes Lernen  [...] das größte
Potenzial von Games für das Lernen liegt in ihrer
Fähigkeit, Zusammenarbeit zu fördern und Lernende
tiefgehend in den Lernprozess zu involvieren. Wenn
die Anbieter von Lernspielen ihre Konkurrenten aus
dem kommerziellen Bereich in Umfang und Qualität
eingeholt haben, werden Lernspiele größere
Aufmerksamkeit erhalten.

Learning Analytics stellt eine lose Verbindung her zwischen einer Vielzahl von Datenerhebungs-Tools
und analytischen Techniken zur Untersuchung Lernender
bezüglich Engagement, Leistung und Fortschritt
sowie dem Ziel, anhand der gewonnenen
Erkenntnisse Lehrpläne, Didaktik und Benotung zeitnah
anzupassen. Auf Basis von Informationen, wie sie
Google Analytics und ähnliche Instrumente generieren,
zielt Learning Analytics darauf ab, die Macht
von Datamining-Tools in den Dienst des Lernens zu
stellen und die Komplexität, Diversität und Fülle der
Informationen auszuschöpfen, die dynamische Lernumgebungen
hervorbringen können.

Langfristiger Zeithorizont
NMC Horizon Report: 2012 Higher Education Edition, S. 8
[...]
Gestenbasiertes Computing verlagert die Kontrolle über den Computer 
von Maus und Tastatur auf Körperbewegungen, Gesichtsausdrücke und Stimmerkennung
über neue Eingabegeräte. 
Es macht die Bedienung von Computern erheblich intuitiver und körperlicher. 
Von den berührungsempfindlichen Displays der Smartphones 
bis hin zu den Gesten- und Stimmerkennungen der neuesten Spielesysteme
(XBOX Kinect und Nintendo Wii) 
und virtuellen Assistenten
erleichtert gestenbasiertes Computing das “Learning by Doing“ 
sowie das Zusammenspiel von Gedanken und Bewegungen des Nutzers. 
Das Internet der Dinge (The Internet of Things)
ist die neueste Stufe in der Entwicklung von Smart Objects — einer Gruppe kleiner Geräte oder Methoden,
durch die einem Gegenstand ein eindeutiger Kennzeichner zugewiesen werden kann. 
Sie enthalten kleine Informationsmengen wie das Alter des
Gegenstands, seine Haltbarkeitsdauer und Daten der
Umgebung wie Temperatur oder Feuchtigkeitsgrad
(und vieles mehr) und kommunizieren den Informationsstand
auf Abruf, ob optisch oder über elektromagnetische
Frequenzen.[...]
 Der Bedeutungsumfang ist noch nicht ganz absehbar [Hervorhebung von Fontanefan],
aber fest steht, dass Billionen von Geräten — von zerbrechlicher
Laborausrüstung über Kühlschränke bis
hin zu Haussicherheitssystemen der nächsten Generation
— bald so ausgestattet sein werden, dass sie
von solchen Verbindungen profitieren.
NMC Horizon Report: 2012 Higher Education Edition, S. 9


Mobile Apps 
Zwei Schlüsselfaktoren machen Apps als Gattung interessant:
der erste ist, dass es so viele davon gibt — man
findet für fast jedes Interesse oder Bedürfnis eine App,
und es kommen jeden Tag neue hinzu. Die zweite ist,
dass sie günstig sind — selten findet man bei jemandem
eine App auf dem Mobilgerät, die mehr als $1,99
kostet. Wenn man dies zusammen nimmt, ist es sowohl
einfach als auch ökonomisch, ein Gerät komplett nach
den eigenen Bedürfnissen auszustatten. [...]

Mobile Apps stehen für die Konvergenz mehrerer Technologien,
die sich für den Einsatz in der Lehre eignen,
darunter Tools für die Annotation, für künstlerische Gestaltung
und Komposition und für soziale Netzwerke.
NMC Horizon Report: 2012 Higher Education Edition, S. 12
vgl. dazu http://fontanefanopco11.blogspot.de/2012/05/aufgeschnappte-brocken-von-opco12.html

Donnerstag, 19. April 2012

Ziele der Veranstalter und meine eigenen

Zur Zielsetzung bei opco12:

"Typischerweise definieren die Teilnehmenden eines OpenCourse ihre Ziele selbst. So können auch Sie sich Ihre eigenen Ziele im OpenCourse 2012 setzen. Als Veranstalter des Kurses streben wir allerdings an, dass Sie bei regelmäßiger Teilnahme
die sechs Trends des Horizon Reports kennen, beschreiben und kritisch bewerten,
die Unterscheidungsmerkmale der Trendtechnologien zu etablierten Technologien kennen,
zu den sechs Trends des Horizon Reports Anwendungsbeispiele kennen,
die Bedeutung der Technologien für Ihre eigene Praxis bewerten und beschreiben,
die Aussagekraft von Trendstudien beurteilen können,
die Nachhaltigkeit der Entwicklungen einschätzen können." (http://opco12.de/anerkennung/#onlinebadges)

Ich selbst plante ursprünglich, ein bis zwei Themengebiete genauer mitzuverfolgen. Wegen einem voraussichtlich geringeren Zeitbudget plane ich gegenwärtig, mir einen Eindruck vom Verlauf des Kurses zu verschaffen.
Dazu bin ich gestern/heute gegen  0:00 in die Aufzeichnung der Podiumsdiskussion eingestiegen und habe 30-50% der Aufzeichnung (mit wechselnden Zeitsprüngen angehört), war an der Firmenvorstellung - nicht nur wegen der späten Stunde - weniger interessiert, bin dagegen durchaus interessiert, wie gut ich mein Ziel aufrecht erhalten oder gar erweitern kann, wenn ich allenfalls 30% der Veranstaltungen mitverfolgen kann.
Tragisch finde ich das nicht, weil mich das Veranstaltungsformat mehr interessiert als die Technologien.

Gut finde ich am Internet die Möglichkeit des zeitversetzten Lernens. Vielleicht steigt im Laufe des Kurses ja auch mein Interesse an einer der Technologien.

Dazu gelesen: Jasmin

Montag, 16. April 2012

Sonntag, 25. März 2012

ZUM-Wiki-Seminar 2012

Organisationsseite mit Tagesordnung, Fotos und Twitterberichten

Laufende Berichte vom Seminar

Ralfs Mitschrift im DSD-Wiki
Mitschrift von cspannagel


Berichte:
Christian über seine Arbeit im Wiki  der Freien Schule LernZeitRäume
Dabei ging es unter anderem darum, ob man Schreibfehler von Grundschülern ins Internet stellen dürfe.
Wenn man Seiten wie Häresie und Ketzer sieht, von der mit wahrem Hang zur Vollständigkeit ausgebauten Seite Folter zu schweigen, wird man sich wohl eher über die Vorliebe für den Buchstaben 'n' amüsieren als entsetzt sein.
Trickreich waren die Schüler auch bei ihrer Recherche, bei der sie z.B. auch die Seite Gute Frage nutzten.
Mehr dazu auf CSpannagels Blog, vielleicht will man ja auch am Donnerstagabend um 20:00 Uhr bei Dossenheim zur Kreidezeit hineinhören.
Nadine berichtete zunächst (der zweite Bericht folgt weiter unten) über ihre Arbeit mit 24 Grundschulklassen des 4. Jahrgangs.
Dabei geht es um die Frage, wie sich Textproduktion von Grundschülern online und offline unterscheiden.
Da das Wiki dazu geschlossen ist (und zusätzlich strikt anonymisiert), können hier keine Beispiele angeführt werden.
Zu den Aufgabenarten:
Argumentation zu dem Thema "Wohin soll unser Ausflug gehen?"
Beschreibung eines Zimmers mit Kontrolle der Verständlichkeit
Dabei bastelten die Kinder ein Zimmer, beschrieben es für Kinder einer anderen Schule, die ihrerseits das Zimmer aufgrund der Beschreibung nachbauten. Nachher wurden die Zimmer verglichen und überlegt, wodurch die Unterschiede entstanden waren.
Mandy berichtete über ihre Arbeit im Ethikkurs und darüber, wie sie bei Fortbildungen in die Arbeit mit Wikis einführt. (für mich leider zu kurz)
Maria berichtete über Digilern in München. Hier setze ich vorerst nur den Link auf meinen Post zu der Tagung. Dazu: Stellungnahmen von Politikern und Prominenten aus der Bildungsszene zu Digilern
Birgit berichtete über Fortbildungen zu GeoGebra in Rheinland-Pfalz.
Ralf berichtete über seine Webinare zur Arbeit mit dem Wiki.
Kees deutete an, wie sich Verbandsarbeit auf Gesetzestexte auswirkt und wie die sich im Wiki widerspiegelt.
Zu einzelnen Projekten u.a. Lesen ohne Grenzen
Rudi wies darauf hin, dass es zu GeoGebra jetzt auch eine Exportfunktion in MediaWiki gibt. Außerdem stellte er kurz seine Aufgaben zum Mathematikunterricht und seine dazu entwickelte Klassifizierung vor. An diesem Punkt wurde festgestellt, dass eine Vereinheitlichung der Kategorien wünschenswert sei.
Nadja berichtete, dass sie schon lange mit Adobe Connect arbeitet (Anleitung zur Arbeit mit Adobe Connect, Adobe Connect mobileBeispiel für eine Sitzung - anlässlich von ocwl11). Die Vorzüge und Nachteile dieses Werkzeugs wurden besprochen.
Nadine gab einen zweiten Bericht und zwar zu ihrem Projekt Bildung macht Schule, bei dem eine Reihe von Schulen aus Osteuropa zusammenarbeiteten. (Gelungene und weniger gelungene Beispiele in bunter Folge: 1, 2, 3). Hier war das Problem, dass den Gruppen zu spät klar war, dass die Ergebnisse in einem Wiki präsentiert werden sollten. Außerdem ist eine Erfahrung [Hinweis aus dem Teilnehmerkreis des Seminars], dass online-Phasen eines Seminars nach einem Treffen oft weniger fruchtbar sind, weil über der einsetzenden Arbeitsbelastung die Zeit für die Weiterarbeit fehlt und nicht selten auch die Motivation stark nachlässt.

Einzelfragen:
Vorlagen (Liste aller Vorlagen)
Kategorien (Liste aller Kategorien) Beispiel für Probleme: ParallelogrammParallelogramme,  Parallelogramm-Eigenschaften
Datenschutz in Wikis
Tipps für Formulare bei der Wiki-Arbeit: Wiki-Abmachung und Wiki-Anmeldebogen
Zusammenarbeit der Wikis der Family untereinender und mit dem ZUM-Wiki
Point to fix
Conceptboard
Pchart4mw

Sonntag, 18. März 2012

Grundfragen des multimedialen Lehrens und Lernens

Grundfragen des multimedialen Lehrens und Lernens Tagung 2012

Tagungen gibt es seit 2003. Schon wieder etwas, was ich lange nicht im Blick gehabt habe.
Aber das gilt ja auch für Jean Paul, und den hätte ich theoretisch schon länger intensiv studieren können.

Zwar gibt es manch tragisches Zu spät. Aber im Bildungsbereich gibt es das selten.
Goethe hat sich China absichtlich für sein 8. Lebensjahrzehnt aufgehoben. - Jedenfalls hat er das behauptet.

Samstag, 17. März 2012

Was ist ein EduCamp? - Berichte und Materialien vom Kölner EduCamp

Erst einmal soll's nicht die Wikipedia sein, sondern ein Kurzmutmachvideo, wie es die Lehrer vor dem ersten Tag der digilern in München hätten gesehen haben sollen, wenn man Thomas Bernhardt glaubt.

Berichterstattung zum Kölner EduCamp Linkliste
Themen beim Kölner EduCamp
Eine Session die ich interessant finde:
ittnerfa: Medien, Wissen und Lernen und seine entsprechenden Texte bei Wkiversity
Vom Kölner EduCamp (jetzt doch mal die Wikipedia) wird hier getwittert.
Hier Berichte über Sessions.
Erläuterung zum Format verbunden mit Bericht über Teilnehmerreaktionen vom Deutschlandfunk (19.3.12)
Da das erste deutsche Educamp in Ilmenau stattgefunden hat, wird nach dem 9. in Köln das 10. für Ilmenau geplant.
Wenn man jetzt neugierig auf EduCamps ist: Bei mixxt gibt's Informationen satt.

Freitag, 3. Februar 2012

Für die, die am Open Course Gefallen gefunden haben, ein Hinweis

Bildung für die Welt – ein Aufruf

Revolutioniert digitale Technologie das Lernen? Diese Diskussion hat durch die Veröffentlichung von Apples Plan, akademische Lehrbücher auf dem iPad2 verfügbar zu machen, neuen Zündstoff erhalten. Dabei wird oft übersehen, welch revolutionäre Entwicklungen außerhalb von Apples Welt strangulierender Lizenzen und einzigartiger, aber teurer Hardware ablaufen.

Das neue iTunes U ist kein Durchbruch. Die Inhalte dort sind weder interaktiv noch sozial. Bildungsvordenker David Wiley hat recht, wenn er sagt: „Bräuchte man keine soziale Interaktion und andere Menschen, um die eigenen Fragen beantwortet zu bekommen – nie hätte sich aus der Bibliothek die Universität entwickelt.“

Klar ist: Die althergebrachte Universitätsvorlesung ist keineswegs die ideale Möglichkeit, Studierenden etwas beizubringen – das geht heutzutage weitaus effektiver. Aber wohin geht die Reise? Wir brauchen jedenfalls mehr als den reinen Zugang zu Lernmaterialien. Wir müssen Gemeinschaften um akademische Inhalte herum bauen!

Stanford-Professor auf dem Weg zu neuen Ufern

Ein beeindruckendes Beispiel für den effektiven Einsatz von Technologie für universitäre Lehre hat Professor Sebastian Thrun mit seiner Vorlesung über Künstliche Intelligenz (KI) geliefert. Der Deutsche, der in Stanford lehrt, öffnete seine Vorlesung per Videoaufzeichnung Hörern in der ganzen Welt. Als im August 2011 die New York Times darüber berichtete, hatte seine Lehrveranstaltung noch 58.000 Hörer. Anfang Oktober waren es dann bereits über 130.000.

Bei der Digital Life Design Konferenz 2012 in München berichtete Thrun packend von der einzigartigen Dynamik: „Wir verbrachten nächtelang damit, uns auf Video aufzuzeichnen – und damit, mit Zehntausenden Studierenden zu sprechen. Freiwillige übersetzten unsere Vorlesungen in über 40 Sprachen; am Ende haben 23.000 Menschen aus 190 Ländern den Kurs komplett durchlaufen. Das bedeutet nichts anderes, als dass Peter [Norvig] und ich mehr Studierende in KI unterrichtet haben als alle KI-Professoren der Welt zusammen.“

Seine Schlussfolgerung: „Ich habe das unglaubliche Potential von Bildung und Lehre erkannt. Es gibt kein Zurück. Es ist wie eine Droge. Ich werde nie wieder nur 200 Studenten in einem Hörsaal unterrichten können.“ Dass einer seiner Studenten in Afghanistan sich während der Hausaufgaben vor Mörsergranaten verstecken muss, jagt einem kalte Schauer über den Rücken – und lässt einen verstehen, warum Thrun beschloss, seine Professur in Stanford aufzugeben, um sich vollständig darauf zu konzentrieren, diese neue Form von Open Courses anzubieten. Das Beispiel Salman Khan zeigt, wie eine einzelne Person sogar Millionen von Menschen unterrichten kann – nur mit einer Webcam und einem digitalen Notizblock.

Ohne Digitale Lehrformate geht es nicht 

In Ländern wie Indien haben nur fünf Prozent der Bevölkerung überhaupt Zugang zu Hochschulbildung. Wiley betont, dass die Verwendung von Technologie hier schlichtweg unumgänglich ist, da „die Zahl der Menschen, die Zugang zu Hochschulbildung verlangen, sich verdoppeln wird. Allein in Indien bedeutete das 2400 Hochschulen innerhalb der kommenden 25 Jahre.“ Eine neue Universität alle 14 Tage – während es durchaus möglich scheint, die Gebäude zu errichten – wer bitte soll dort lehren?

Ohne Peer-to-peer-Lehre und Benotung wird es nicht funktionieren, den Bedarf zu decken. Shai Reshef, der Gründer der University of the Pople, verkündete kürzlich: The Tragedy of Those Shut Out of Higher Education: It Needn't be Anymore. Für die von ihm gegründete, vollständig virtuelle Universität berichtet er von „Zufriedenheitsraten unter den Studierenden von über 90%“.

Entwicklungshilfe in der globalen Wissensgesellschaft – Helfen Sie mit!

In seinem TED-Vortrag berichtete Sugata Mitra über die ‚Granny Cloud’: britische Rentnerinnen, die per Skype indischen Kindern Englisch beibringen. Dies ist die Entwicklungshilfe der globalen Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts!

Wir von iversity haben deswegen beschlossen, nach diesem Vorbild eine Academic Cloud ins Leben zu rufen. Wir rufen Lehrende auf, sich bei uns zu melden, wenn auch sie offene Kurse unterrichten wollen.

Melden Sie sich einfach hier an: http://www.iversity.org/opencourses/signup

Lassen Sie uns Ihnen dabei helfen, Ihre Vorlesungen und Seminare für Interessierte in aller Welt zu öffnen: dies wäre ein bedeutender Sprung dahin, das Recht auf Bildung als Menschenrecht zu verwirklichen.

--
Hannes Klöpper, MPA
Managing Director
www.iversity.org