Freitag, 12. April 2019

Funkkolleg Religion Macht Politik: Extras in den Osterferien

Funkkolleg-Extras in den Osterferien

20.04. Prälat Karl Jüsten, Leiter des Katholischen Büros in Berlin und in dieser Funktion in der politischen Meinungsbildung und in politischen Fragen gegenüber den Organen des Bundes, der Länder, bei den Parteien und anderen gesellschaftlichen wie auch internationalen Stellen tätig. Er beschreibt seine Aufgaben im Gespräch mit Samuel Jackisch, ARD-Korrespondent in Brüssel.
27.04. Die Philosophin und Autorin von "Grundfragen der Maschinenethik" , Prof. Catrin Misselhorn, Universität Göttingen im Gespräch mit Christoph Scheffer.

Montag, 1. April 2019

Funkkolleg Religion Macht Politik Folge 19: Krieg im Namen der Religion: Balkan

Stefan Ozsváth: Krieg im Namen der Religion: Balkan 


Calic, Marie-Janine (2017): Kleine Geschichte Jugoslawiens, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 40-41/2017, online unter: http://www.bpb.de/apuz/256921/kleine-geschichte-jugoslawiens
Deutschlandfunk (Aus Kultur- und Sozialwissenschaften, 11.10.2018): Erbe des Osmanischen Reiches, online unter: https://www.deutschlandfunk.de/alltagskultur-des-balkans-erbe-des-osmanischen-reiches.1148.de.html?dram:article_id=429976 [inkl. Audio]
Sundhaussen, Holm (2008): Der Zerfall Jugoslawiens und dessen Folge, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 32/2008, online unter: http://www.bpb.de/apuz/31042/der-zerfall-jugoslawiens-und-dessen-folgen
Kube, Stefan (2005): Religion als Konfliktpotenzial im jugoslawischen Zerfallsprozess und während des Krieges in Bosnien und Herzegowina, in: Ost-West Europäische Perspektiven 3/2005, online unter: https://www.owep.de/artikel/463/religion-als-konfliktpotenzial-im-jugoslawischen-zerfallsprozess-und-waehrend-des
Bundeszentrale für politische Bildung (2011): Fallstudie Friedensmissionen im Kosovo, online unter: https://sicherheitspolitik.bpb.de/m2/articles/case-study-peace-missions-in-kosovo

Samstag, 9. März 2019

Funkkolleg Religion Macht Politik Folge 16: Ein Volk, ein Land? Israel und jüdische Identität

Autorin: Lissy Kaufmann

Ein Volk, ein Land? Israel und jüdische Identität

Im Mai 1948 rief David Ben Gurion die Unabhängigkeit Israels aus – ein kleines Wunder war geschehen. Nach fast 2000 Jahren in der Diaspora hatte das jüdische Volk wieder einen Staat.  Allerdings bis heute ohne Verfassung – auch deshalb, weil Israel sich mit der Definition als jüdischer, demokratischer Staat schwertut.
Zum einen betrifft die Frage Juden selbst: Säkulare Juden oder jene aus den Reformgemeinden beklagen, Israel sei das einzige westliche Land, in dem Juden nicht so leben dürften, wie sie wollen: Die Orthodoxen bestimmen wichtige Bereiche des Lebens. Staatliche Eheschließungen gibt es nicht. Die Strengreligiösen haben in Israel großen politischen Einfluss in der Knesset, durch eigene Parteien. So gilt am Schabbat weiterhin: keine öffentlichen Verkehrsmittel und die Läden bleiben weitestgehend geschlossen.
Alles in Israel hat religiöse Wurzeln
Die jüdische Siedlungsbewegung im besetzten Westjordanland begründet ihre Aktivitäten in den Gebieten ebenfalls religiös: Das Land vom Jordan bis zum Mittelmeer sei den Juden in der Bibel versprochen worden. Die Rechte der Palästinenser? Nachrangig, sagen die Siedler und sie erhalten mehr und mehr Einfluss.
Die Flagge, das Staatswappen, die Hymne – alles in Israel hat religiöse Wurzeln. Rund 20 Prozent der Bevölkerung sind nicht jüdisch. Die Problematik wird durch den jüngsten Entwurf des „Nationalgesetzes“ („nation-state bill“) verschärft: Danach sollen künftig jüdische Gemeinden Menschen aufgrund ihrer Religion oder Nationalität ausschließen dürfen, Arabisch soll nicht länger Amtssprache sein. Wird es so weit kommen?

(17)16.03.19China: Kein himmlischer Friede
Christen immer wieder wegen Missionierung verhaftet, aber nur für 1 Tag.
Etwa 1 Mill. Muslime sind in Internierungslagern zur Umerziehung.
Moscheen dürfen von Muslimen kaum noch besucht werden.
Der Besitz von Koran ist verboten, Gebetsteppich sind problematisch, gelten als Zeichen extremistischer Religion. Offiziell seit 1982 Religionsfreiheit
Katholische Kirche getrennt in Patriotische Vereinigung und papsttreue Untergrundkirchen, Priester immer wieder verhaftet. - Alle Religionen sollen unter Führung der Partei stehen. Franziskus versucht seit Oktober 2018 die Spaltung der kath. Kirche zu überwinden, muss dafür aber Zugeständnisse machen.
"Auch die Mitglieder der Kommunistischen Partei trifft es: wer eine Religion ausübt, soll künftig zum Parteiaustritt aufgefordert werden können. Fast jeder zweite Chinese bezeichnet sich offiziell als Atheist, passend zur Ideologie der Volksrepublik. Trotzdem – und trotz der Repression – haben Kirchen und Glaubensgemeinschaften  Zulauf".

(18)23.03.19Krieg im Namen der Religion: Syrien


Dienstag, 5. März 2019

Funkkolleg Religion Macht Politik Folge 15 Gottesstaat als Sicherheitsrisiko: Iran

15 Gottesstaat als Sicherheitsrisiko: Iran

Autor: Ulrich Pick

Gottesstaat als Sicherheitsrisiko: Iran

Nach dem Sturz des Schahs von Persien im Jahr 1979 wurde erstmals in der Moderne ein dezidierter „Gottesstaat“ gegründet: Die islamische Republik Iran. Das politische System, das offiziell „Herrschaft des Rechtgelehrten“ heißt, sieht zwar vor, dass das Land eine gewählte, weltliche Regierung hat. Doch an der Spitze des Staates steht ein schiitischer Geistlicher, der sogenannte Revolutionsführer. Er verfügt über uneingeschränkte Macht.

Samstag, 16. Februar 2019

Funkkolleg Religion Macht Politik Folge 13: Russland: Putin und der Patriarch vereint zu alter Größe?

Folge 13: Russland: Putin und der Patriarch vereint zu alter Größe?

"Gemäß der russischen Verfassung sind Staat und Kirche getrennt. Doch in Wirklichkeit bilden die Russisch-Orthodoxe Kirche und der Kreml, namentlich Patriarch Kirill und Präsident Putin, eine enge Allianz. Die Kirchenführung unterstützt die politische Führung öffentlich. Im Gegenzug erhält sie viele Privilegien. Sogenannte „traditionelle Werte“, wie sie die Russisch-Orthodoxe Kirche predigt, sind zu einer Art Ideologie des russischen Staates geworden – als Gegenmodell zum „Westen“."
"Staatstragend wird das Ganze zum Beispiel durch die multimediale Ausstellung „Rossija. Moja Istorija“ (Russland. Meine Geschichte), [...]. Dort wird Russlands Geschichte als nahezu ungebrochene Geschichte der Orthodoxie dargestellt. Ein weiteres Beispiel: Russland baut die  Antikenstadt Chersones auf der Krim zu einem „Mekka Russlands“ auf, denn angeblich soll dort Großfürst Wladimir getauft worden sein, der die Heilige Rus, den ersten slawischen Staat, vor mehr als tausend Jahren christianisierte."


Freitag, 8. Februar 2019

Fk Religion Macht Politik 12: halbherzige Trennung - Deutschland und seine Kirchen

 halbherzige Trennung - Deutschland und seine Kirchen Folge 12
Sendung

Zusatzmaterial

  1. Religionsförderung vs. Neutralitätsgebot
  2. Staat und Kirche während der Weimarer Republik und in der Zeit des Nationalsozialismus
  3. Staatsleistungen, Kirchensteuer, Moscheesteuer? Die Finanzierung von Religionsgemeinschaften in Deutschland
  4. "Die meisten katholischen Bistümer und evangelischen Landeskirchen beziehen Finanzleistungen des Staates, die historische Wurzeln haben. Sie haben nichts mit der Kirchensteuer zu tun. Für die beiden großen Kirchen zusammen machen die "Staatsleistungen" derzeit etwa 520 Millionen Euro pro Jahr aus. Die Weimarer Reichsverfassung von 1919 bestimmte in Artikel 138, eine Ablösung herbeizuführen. Das Grundgesetz übernahm in Artikel 140 diese Verpflichtung. Voraussetzung dafür wären Vereinbarungen mit den Kirchen auf Bundes- und auf Landesebene sowie entsprechende Gesetze.
    Derzeit gibt es in mehreren Bundesländern und auch auf kirchlicher Seite Diskussionen darüber. Davon zu unterscheiden sind freiwillige Leistungen des Staates. Hierzu zählen Zuschüsse im Alten-, Sozial- und Jugendbereich, die auch andere Träger erhalten. Darüber hinaus gibt es staatliche Leistungen zur Finanzierung der Militärseelsorge, der theologischen Fakultäten sowie des Religionsunterrichts an öffentlichen Schulen." (KNA/domradio.de)
  5. Religionsunterricht in Deutschland